Verschärfte Coronamassnahmen
Corine Mauch kritisiert Kanton: «Es wäre besser gewesen, man hätte früher gehandelt»

Corine Mauch begrüsst die angekündigten Massnahmen des Bundesrates. Nach Ansicht der Zürcher Stadtpräsidentin hätte auch die Regierung ihres Heimatkantons zügiger handeln sollen.

Merken
Drucken
Teilen
Die Stadt Zürich sei gegenüber dem Kanton« mehrfach voraus» gewesen, sagt Corine Mauch. (Archivbild)

Die Stadt Zürich sei gegenüber dem Kanton« mehrfach voraus» gewesen, sagt Corine Mauch. (Archivbild)

Keystone

(dpo) Als der Bundesrat vergangenen Dienstag neue Massnahmen ankündigte, löste er damit ein Chaos aus: Die Kantone fühlten sich brüskiert und es prasselte Kritik auf die Landesregierung ein. Die Zürcher Stadtpräsidentin stärkt dem Bundesrat nun den Rücken: «Seitens der Stadt sind wir nun froh, dass der Bundesrat das Heft in die Hand genommen und schweizweit einheitliche und strengere Massnahmen angekündigt hat», sagte Corine Mauch in einem am Freitag publizierten Interview mit dem «Tages-Anzeiger».

Der Kanton Zürich hat trotz weiterhin hohen Fallzahlen im schweizweiten Vergleich auf weniger einschränkende Massnahmen beharrt. Das Paket von Bundesrat Alain Berset zielt nicht zuletzt auch auf den bevölkerungsreichsten Kanton der Schweiz ab. Auch Corine Mauch hätte sich ein rascheres Vorgehen ihres Kantons gewünscht: «Es wäre besser gewesen, man hätte früher gehandelt», sagt sie im Interview.

Laut der Stadtpräsidentin ist die Stadt dem Kanton gegenüber «mehrfach voraus» gewesen. So habe Zürich früh die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr gefordert und diese sei bereits Anfang September in Schulen und in öffentlich zugänglichen Gebäuden eingeführt worden.