Unterstützung
Sanierungen von Hotels in Berggebieten sollen unterstützt werden

Der Tourismus in der Schweiz ächzt unter der Coronakrise. Mit einem Impulsprogramm will der Ständerat den Betrieben unter die Arme greifen. Vorerst nur für Betriebe im alpinen Raum.

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In vielen Hotels blieben die Schlüssel im letzten Jahr ungebraucht. Der Ständerat will nun ein Impulsprogramm für die Branche. (Symbolbild)

In vielen Hotels blieben die Schlüssel im letzten Jahr ungebraucht. Der Ständerat will nun ein Impulsprogramm für die Branche. (Symbolbild)

Keystone

(mg) Die Idee von Hans Stöckli (SP/BE) hat dank der Coronakrise Auftrieb erhalten. Er forderte, dass der Bund ein Impulsprogramm für die Sanierung von Beherbergungsbetrieben im alpinen Raum lanciert. Dies sei nötig, damit die notwendigen Erneuerungen an den Betrieben durchgeführt werden können, da die Banken oft die nötigen Kredite nicht sprechen würden.

Eingereicht hat er den Vorstoss 2019. Dass der Hotellerie geholfen werden muss, war dann angesichts der Pandemiekrise auch im Ständerat am Mittwoch unbestritten. Die Kommission hat einen eigenen Vorschlag ausgearbeitet. Sie will ebenfalls ein Impulsprogramm, aber dieses nicht nur auf den alpinen Raum beschränken. Über diese Kommissionsmotion befinden die Räte aber frühestens in der Sommersession.

Fast schon «zynisch» wäre es, wenn nun ausgerechnet ein Vorstoss extra für die Berggebiete überwiesen werde, sagte Ruedi Noser (FDP/ZH). Gerade im alpinen Raum sei die Auslastung über die Wintermonate gut gewesen. Der Tourismus liege im ganzen Land darnieder und müsse im Ganzen aufgepäppelt werden.

Von Spatzen und Tauben

Für Motionär Stöckli war es dann auch entscheidend, dass man die Motionen nicht gegeneinander ausspielt: «Mit meiner Motion haben sie immerhin den Spatz in der Hand.» Das helfe, sollte die Kommissionsmotion doch noch abgelehnt werden.

Hans Wicki (FDP/NW), selber eigentlich eng verknüpft mit den Bergbahnen, sprach sich aus Gründen der Verdoppelung gegen diesen «Spatzen» aus, betonte aber, dass er schon damit leben könnte: «Sagen Sie dann im Sommer einfach unbedingt auch Ja zur Taube.» Mit 28 zu 17 Stimmen fand sich eine Mehrheit, die den Spatzen haben wollte. Als nächstes kann der Nationalrat darüber befinden.