Umwelt
Bundesrat strebt Gentech-Moratorium bis 2025 an

Das Moratorium für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) soll erneut um vier Jahre verlängert werden. Das schlägt der Bundesrat dem Parlament vor. Damit bleibt Gentech in der Landwirtschaft weiterhin verboten.

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Gentechnisch veränderte Pflanzen dürfen in der Schweiz nur zu Forschungszwecken angebaut werden. (Symbolbild)

Gentechnisch veränderte Pflanzen dürfen in der Schweiz nur zu Forschungszwecken angebaut werden. (Symbolbild)

Keystone

Es bestehe zurzeit weder seitens der Landwirtschaft noch bei den Konsumenten ein Interesse daran, das Moratorium aufzuheben, begründet der Bundesrat seinen Schritt. Am Mittwoch hat er nun die Botschaft verabschiedet. Diese sieht eine Verlängerung des GVO-Moratoriums um weitere vier Jahre bis 2025 vor.

Der Vorschlag des Bundesrates war bei den Kantonen und anderen betroffenen Kreisen in der Vernehmlassung auf breite Zustimmung gestossen, wie es in einer Mitteilung des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) heisst. Widerstand dürfte auch im Parlament ausbleiben. National- und Ständerat haben das Moratorium bereits dreimal verlängert – zuletzt bis Dezember 2021.

Die Verlängerung bis 2025 soll dazu genutzt werden, um das Wissen über die neuen gentechnischen Verfahren zu vertiefen. Dabei soll auch auf die Entwicklungen in der EU eingegangen werden. Seit der Annahme einer entsprechenden Volksinitiative im Jahr 2005 gilt in der Schweiz ein Moratorium für die Verwendung von GVO in der Landwirtschaft. Diese dürfen lediglich zu Forschungszwecken angebaut werden. (rwa)

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