Tessin
Ja zum neuen Sport- und Eventzentrum von Lugano

Das umstrittene Sport- und Eventzentrum von Lugano kann realisiert werden. In einer Referendumsabstimmung sagten am Sonntag 56,81 Prozent der Stimmenden Ja.

Gerhard Lob, Locarno
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Nebst der Finanzierung spalteten im Abstimmungskampf die zwei geplanten Türme neben dem neuen Stadion Luganos Gemüter.

Nebst der Finanzierung spalteten im Abstimmungskampf die zwei geplanten Türme neben dem neuen Stadion Luganos Gemüter.

Visualisierung: Stadt Lugano

Mit dem neuen Polo Sportivo e degli eventi (PSE) wird insbesondere ein modernes Stadion für 10‘000 Zuschauerinnen und Zuschauer sowie eine Mehrzweckhalle für maximal 4000 Zuschauer möglich. Im Rahmen eines Public-Private-Partnership werden zudem vier Wohnhäuser sowie zwei Türme für die Stadtverwaltung und städtischen Betriebe im Quartier Cornaredo gebaut. Und auch das restliche Quartier soll nun gänzlich umgestaltet werden. Die Stimmbeteiligung am Sonntag lag bei hohen 62,5 Prozent.

Umstritten am PSE war insbesondere dessen Finanzierungsmodell mit den privaten Partnern HRS und Credit Suisse. Nach dem bisweilen heftig geführten Abstimmungskampf reagierten die Befürwortenden am Sonntag mit Erleichterung. Die Bewegung für Sozialismus wiederum, welche das Referendum gegen das Projekt ergriffen hatte, nahm das Resultat dagegen lediglich zur Kenntnis.

Erfreut reagierte auch der neue Besitzer des FC Lugano auf den Volksentscheid. Der US-Milliardär Joe Mansueto spricht in einer vom Club gleichentags verbreiteten Videobotschaft von einem «monumentalen Tag» in der Geschichte des Tessiner Fussballclubs. Dank dem deutlich grösseren Stadion könne nun auch der Aus- und Umbau des Clubs wie geplant an die Hand genommen werden. Und der FC Lugano werde damit nicht zuletzt auch «attraktiv für Spieler aus aller Welt».

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