Strassenverkehr
Wildunfälle verursachen jährlich über 50 Millionen Franken Sachschaden

89 Personen haben sich 2020 bei einem Tierunfall verletzt. In den Kantonen Jura, Graubünden, Freiburg und Thurgau ist das Risiko eines Zusammenstosses besonders hoch.

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Wildwechsel-Verkehrsschild zwischen Rüttenen (SO) und Balm (SO). Unfälle mit Wildtieren verursachen jährlich Tausende tote Tiere und geschätzte 50 Millionen Franken Sachschaden.

Wildwechsel-Verkehrsschild zwischen Rüttenen (SO) und Balm (SO). Unfälle mit Wildtieren verursachen jährlich Tausende tote Tiere und geschätzte 50 Millionen Franken Sachschaden.

Hanspeter Baertschi / SZ

Dies schreibt das Versicherungsunternehmen Axa am Mittwoch in einer Medienmitteilung. In den vier Kantonen liegt das Risiko demnach um bis zu siebenmal höher als in anderen Kantonen. In den Kantonen Basel-Stadt, Ob- und Nidwalden besteht gemäss Unternehmensdaten die geringste Gefahr eines Wildunfalls.

Der Axa werden laut eigenen Angaben jährlich über 3000 Zusammenstösse mit Wildtieren gemeldet. Die Schadenssumme belaufe sich auf rund elf Millionen Franken pro Jahr, erklärt das Unternehmen, «gesamtschweizerisch dürften es mehr als 50 Millionen Franken sein». Zudem verursachten Wildunfälle gemäss Statistik des Bundesamtes für Strassen (Astra) 89 verletzte Personen im Jahr 2020, ein Jahr zuvor waren es 76 gewesen. Hinzu kommen Tausende getötete Wildtiere.

Die Axa weist im Communiqué darauf hin, dass bei einem plötzlichen Auftauchen eines Wildtiers auf der Fahrbahn «eine Vollbremsung allfälligen Ausweichmanövern vorzuziehen» sei. Bei einem Unfall sei von Gesetzes wegen umgehend die Polizei zu informieren. Wer sich erst später melde, mache sich strafbar. (dur)

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