Statistik
Die Soziahilfequote blieb 2019 unverändert bei 3,2 Prozent

Letztes Jahr hat sich die Sozialhilfequote in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Dies, obwohl weniger Menschen Sozialhilfe erhalten haben.

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Im Jahr 2019 ist die Sozialhilfequote laut dem Bundesamt für Statistik gegenüber 2018 stabil geblieben. (Symbolbild)

Im Jahr 2019 ist die Sozialhilfequote laut dem Bundesamt für Statistik gegenüber 2018 stabil geblieben. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) 271'400 Personen haben hierzulande im vergangenen Jahr Sozialhilfe bezogen. Das sind 2800 Personen weniger als 2018, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Allerdings sei diese Veränderung zu gering, um die Sozialhilfequote zu beeinflussen. Daher blieb diese 2019 unverändert bei 3,2 Prozent.

Der Grund für den letztjährigen Rückgang liegt in der guten Konjunktur und tiefen Arbeitslosigkeit, heisst es. Wie sich die diesjährige Coronakrise auf die Sozialhilfe auswirke, lasse sich anhand der Sozialhilfestatistik noch nicht beziffern.

Hohes Sozialhilferisiko für Einelternfamilien

Die Hälfte der Sozialhilfebezüger lebt gemäss BFS in Familien mit Kindern. Insgesamt beziehen in der Schweiz 27'600 Alleinerziehende finanzielle Hilfe, bei Familien mit zwei Eltern im gleichen Haushalt sind es 14'400. Dabei hätten vor allem Alleinerziehende mit Minderjährigen ein hohes Risiko, auf Sozialhilfe angewiesen zu sein, konstatiert das BFS.

Die Sozialhilfequote im Asylbereich ist 2019 um drei Prozentpunkte auf 86,6 Prozent zurückgegangen. Das liegt laut BFS unter anderem daran, dass im Berichtsjahr deutlich weniger Asylgesuche gestellt wurden.

Im Flüchtlingsbereich ist die Sozialhilfequote dagegen um 1,4 Punkte auf 86,5 Prozent leicht angestiegen. Dafür ist die Anzahl der erwerbstätigen Sozialhilfebezüger in diesem Bereich um 4,3 Prozentpunkte auf insgesamt 27,3 Prozent gewachsen. Jedoch sei ihr Einkommen zu tief, um ohne Sozialhilfe auszukommen, heisst es weiter.