Reserven
Geld für Versicherte: Krankenkassen sollen Reserven abbauen

Prämienzahler aufgepasst: Die Krankenversicherungen sollen ihre Reserven zugunsten der Versicherten abbauen. Der Bundesrat hat dazu eine entsprechende Revision verabschiedet.

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Die Versicherer sollen im Zuge der Revision die Prämien möglichst knapp kalkulieren und, wenn möglich, einen Abbau der Reserven vornehmen. (Symbolbild)

Die Versicherer sollen im Zuge der Revision die Prämien möglichst knapp kalkulieren und, wenn möglich, einen Abbau der Reserven vornehmen. (Symbolbild)

Keystone

(abi) Aktuell seien die Reserven der Krankenversicherer mit 11,3 Milliarden Franken deutlich höher als das gesetzlich vorgeschriebene Minimum, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch mit. Das sind 203 Prozent des geforderten Minimus. Der Bundesrat ist der Meinung, dass diese sehr hohen Reserven zugunsten der Versicherten abgebaut werden müssen.

Er hat deshalb an seiner Sitzung vom Mittwoch die Revision der Verordnung über die Krankenversicherungsaufsicht (KVAV) verabschiedet, wie es weiter heisst. Sie präzisiere die Voraussetzungen für den freiwilligen Abbau und die Rückerstattung von zu hohen Prämieneinnahmen durch die Versicherer.

Bundesrat vereinfacht Voraussetzungen für Abbau

So wird die Grenze, ab der ein freiwilliger Reservenabbau möglich ist, von 150 auf ein Mindestniveau von 100 Prozent gesenkt. Bezüglich Rückerstattung hat der Bundesrat das Verhältnis zwischen Kosten und Prämieneinnahmen festgelegt, das ein Versicherer ausweisen müsse, damit sein Abbaugesuch genehmigt werde. Insgesamt verspricht sich der Bundesrat durch die Revision eine verstärkte Rechtssicherheit.

Doch wer wird nun tatsächlich einen Unterschied im Portemonnaie spüren? Die Antwort des BAG ist klar: Der freiwillige Abbau von Reserven komme allen Versicherten der betreffenden Krankenversicherung zugute. Die Rückerstattung der zu hohen Prämieneinnahmen wird hingegen nur den Versicherten in denjenigen Kantonen gewährt, in denen die Prämien deutlich höher waren als die Kosten.