Polizei
Bern will aus der überkantonalen Polizeischule aussteigen

Das wäre ein harter Schlag für die interkantonale Polizeischule in Hitzkirch: Der Kanton Bern, der grösste Beitragszahler, will lieber wieder eine eigene Polizeischule führen.

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Bild von einem «Tag der offenen Tür» an der interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch.

Bild von einem «Tag der offenen Tür» an der interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch.

Pius Amrein

(mg) Der Kanton Bern will aus dem Konkordat der interkantonalen Polizeischule im luzernischen Hitzkirch (IPH) aussteigen. Das teilt der Regierungsrat am Dienstag mit. Bern ist der grösste Beitragszahler unter den elf beteiligen Kantonen. Neben Bern sind dies Aargau, beide Basel, Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Solothurn, Uri und Zug. Der Austritt aus dem Konkordat würde per Ende 2035 erfolgen. Danach will der Kanton Bern eine eigene Polizeischule führen.

So erhofft sich Bern jährliche Ersparnisse von schätzungsweise 2,3 Millionen Franken, wie es in der Mitteilung heisst. Dies sei aber nicht der einzige Grund für den Ausstieg. Die IPH habe die Erwartungen des Kantons «nicht vollumfänglich erfüllt». So sei das Mitspracherecht gering geblieben, bemängelt Bern. Der Kanton stört sich vor allem daran, dass er einen hohen Beitrag bezahlen muss. «Aufgrund des Finanzierungsmodells trägt der Kanton Bern heute zirka einen Drittel der Kosten der gesamten Schule», heisst es in der Mitteilung.

Ob der Kanton Bern tatsächlich aussteigt, muss der Berner Grosse Rat entscheiden. Dort wird das Geschäft frühstens in der Herbstsession behandelt.

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