Persönlich
O wie Olten ..? O wie Onex!

Warum es aus Solothurner Sicht keine Rolle spielt, ob die Buchstabiertafel reformiert wird.

Sven Altermatt
Sven Altermatt
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Die Stadt Onex im Kanton Genf zählt etwas mehr Einwohnerinnen und Einwohner als Olten.

Die Stadt Onex im Kanton Genf zählt etwas mehr Einwohnerinnen und Einwohner als Olten.

Bild: Martial Trezzini/Keystone

A wie Anna, N wie Niklaus oder R wie Rosa: Wer am Telefon oder an der Hotelrezeption einen komplexen Namen oder eine schwierige Adresse buchstabieren will, bedient sich – der Deutlichkeit halber – markanter Kennwörter. Im deutschsprachigen Raum gibt es dafür feinsäuberlich standardisierte «Diktierregeln». Nun hat sich in unserem grossen Nachbarland das Deutsche Institut für Normung (DIN) jüngst an eine Reform des Buchstabieralphabets gemacht.

Vornamen sollen künftig durch die Namen grosser Städte ersetzt werden – Friedrich durch Frankfurt, Charlotte durch Chemnitz und so weiter. Angeregt wurde die Reform der DIN 5009, weil diese Spuren der Nazi-Zeit trägt und viele Namen ohnehin nicht mehr ganz zeitgemäss scheinen.

Braucht es hierzulande ebenfalls eine neue Buchstabiertafel mit Städtenamen? Zumindest aus Solothurner Sicht kann einem das ziemlich schnuppe sein. Dass Grenchen beim «G» einwohnermässig von Genf ausgestochen würde, liegt auf der Hand. Auch Solothurn müsste sich nicht nur St. Gallen geschlagen geben. Doch selbst Olten hätte keinen Stich – das in unseren Gefilden nahezu unbekannte Genfer Städtchen Onex zählt knapp mehr Einwohner. Bleibt zum Trost, dass die Dreitannenstadt einst auf der militärischen Buchstabiertafel vertreten war.

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