Pandemie
Aufwand und Kosten pro Impfung nehmen mit neuer Offensive des Bundes zu

Laut Lukas Engelberger, oberster kantonaler Gesundheitsdirektor der Schweiz, ist die Impfoffensive des Bundes «Knochenarbeit». Die Kosteneffizienz stehe im Hintergrund, jede Impfung zähle.

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Laut Lukas Engelberger stehen aktuell nicht die Kosten, sondern der Nutzen jeder zusätzlichen Impfung im Vordergrund.

Laut Lukas Engelberger stehen aktuell nicht die Kosten, sondern der Nutzen jeder zusätzlichen Impfung im Vordergrund.

Keystone

Knapp 100 Millionen Franken lässt sich der Bundesrat die Erhöhung der Impfrate kosten, wie er diese Woche bei der Vorstellung seiner Impfoffensive bekannt gab. Laut Lukas Engelberger, oberster Gesundheitsdirektor der Schweiz, ist der Aufwand pro Impfung aktuell viel höher als in den ersten Monaten der Pandemie. «Damals standen die Leute Schlange. Jetzt müssen wir aktiv auf die Bevölkerung zugehen, das ist Knochenarbeit», sagte er in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag».

Die «Kosteneffizienz» verliere damit an Bedeutung, sagte Engelberger weiter. «Nun steht der Nutzen jeder zusätzlichen Impfung im Vordergrund.» Auf die Frage, ob die Offensive des Bundesrats nicht zu spät komme, sagte Engelberger, dass die Kantone schon seit Monaten mit niederschwelligen Angeboten arbeiteten. «Mit der Impfoffensive erfinden wir das Rad nicht neu.» Es gehe darum, die bestehenden Anstrengungen zu verstärken. (gb)

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