Kanton krebst zurück
Telebasel darf jetzt doch Schnitzelbänke aufzeichnen – beim Lokalsender ist die Freude gross

Vorgestern entschied der Kanton Basel-Stadt, dass Telebasel nicht wie geplant Schnitzelbänke aufzeichnen und ausstrahlen darf. Nun wurde der Entscheid widerrufen.

Aimee Baumgartner, Nora Bader
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Schnitzelbangg-Oobe mit «Gasladärne »an der Basler Fasnacht 2016. (Symbolbild)

Schnitzelbangg-Oobe mit «Gasladärne »an der Basler Fasnacht 2016. (Symbolbild)

Kenneth Nars

Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger nehme seinen Entscheid zurück, die Schnitzelbänke zu verbieten, heisst es in einer Mitteilung des Kantons Basel-Stadt. Telebasel erhalte nun also doch eine Ausnahmebewilligung für die Aufzeichnung der «Fasnachts-Schnitzelbängg».

Es sei eine Reaktion auf die Appelle der Basler Schnitzelbangg-Gesellschaften und der Bevölkerung. Der Kanton habe dafür auch mit Pia Inderbitzin, Obfrau des Fasnachts-Comités, Rücksprache genommen. Lukas Engelberger:

«Ich fälle diesen Entscheid in Anerkennung der grossen Fasnachts-Tradition in Basel und bezeuge ihr damit Respekt. Ich hoffe, dass wir auf diesem Weg in einem eingeschränkten Rahmen etwas Fasnacht ermöglichen können.»

Bei Telebasel ist die Freude über den Meinungsumschwung gross. «Kurz bevor die Meldung vom Kanton aufgeschaltet wurde, erhielten wir eine E-Mail mit der Nachricht, dass wir nun doch Schnitzelbänke aufzeichnen dürfen», sagt Hansjörg Wilhelm, Leiter Newsredaktion bei Telebasel. Die letzten beiden Tage seien die Drähte beim Lokalsender heissgelaufen und die Mailpostfächer überquollen.

«Wir bekamen viel Zuspruch von Leuten, die ihren Unmut über die Entscheidung des Gesundheitsdirektors bekundeten»,

so Wilhelm weiter. Ausschlaggebend sei dann wohl am Schluss auch der enorme Druck von aussen gewesen. Denn die meisten Mails an Telebasel gingen CC an Lukas Engelberger. «Jedenfalls werden wir uns bei Herrn Engelberger bedanken», so Wilhelm. Und: Man setze bei Telebasel alles daran, dass sämtliche Vorsichtsmassnahmen eingehalten würden.

Kurz nach Bekanntgabe des Verbots gestern Dienstag wurde online eine Petition mit dem Titel «Ja zur TV-Ausstrahlung der Basler Schnitzelbängg» gestartet. Diese haben bis heute über 5200 Personen unterschrieben.

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