Lebensmittel
Nationalrat entsorgt Motion gegen Food-Waste

Mit Steueranreizen wollte der Zuger Die-Mitte-Ständerat Peter Hegglin erreichen, dass weniger noch geniessbare Lebensmittel weggeworfen werden. Die Motion wurde im Nationalrat diskussionslos abgelehnt.

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Der Nationalrat will Food Waste nicht mit Steuererleichterungen bekämpfen. (Symbolbild)

Der Nationalrat will Food Waste nicht mit Steuererleichterungen bekämpfen. (Symbolbild)

Keystone

(mg) Spenden statt Entsorgen. Food Waste ist ein Problem. Dem Problem über die Steuern an die Wurzeln wollte Peter Hegglin (Die Mitte/ZG). Die Ständeräte und Ständerätinnen hatten eine Motion ihres Ratskollegen im vergangenen Herbst knapp angenommen. Diese forderte Steuererleichterungen für Detailhändler, die Food Waste vermeiden. Heggli wollte, dass sich das Spenden von noch geniessbaren Lebensmitteln mehr lohnt als sie zu entsorgen.

Was im Ständerat knapp eine Mehrheit gefunden hatte, stiess aber im Nationalrat auf keine Gegenliebe. Selbst die Ratslinke stellte sich nicht geschlossen hinter Hegglins Ansinnen. Die grosse Kammer versenkte die die Motion ohne Diskussion. Nicht, weil die Räte für Food Waste sind, sondern weil «der steuerliche Weg nicht das beste Instrument zur Umsetzung des Motionsanliegens ist und mit einem beträchtlichen administrativen Aufwand verbunden wäre», wie die Wirtschaftskommission in ihrem Bericht schreibt.