In Zürich kostet der Eintritt in die Badi weiterhin

Die Idee vom Gratiseintritt in die Zürcher Freibäder fand beim Stimmvolk keine Mehrheit. Die Gegner führten unter anderem drohenden «Badetourismus» ins Feld.

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Vom Sprungbrett in den See springen kostet in Zürich auch im Jahr 2022. (Symbolbild)

Vom Sprungbrett in den See springen kostet in Zürich auch im Jahr 2022. (Symbolbild)

Keystone

(mg) Die «Sportstadt Züri» wurde kalt abgeduscht. Die Vorlage verlangte, dass die Zürcher Freibäder ab 2022 kostenlos werden. 54,2 Prozent der Stadtzürcher Stimmbevölkerung wollte am Sonntag davon aber nichts wissen und so kann man künftig vielerorts weiter nur gegen Eintritt ins Bassin oder den See springen. Zürich hätte bei einer Annahme des Begehrens mit Kosten von jährlich 15 Millionen Franken gerechnet.

Die Grundidee der Vorlage stammt aus einer Volksinitiative der Partei der Arbeit (PdA), diese wurde aber zugunsten des Gegenvorschlags des Gemeinderats zurückgezogen. Den Initianten war es ein Anliegen, dass auch Menschen mit tiefem Einkommen in die Badi gehen können. Die Gegner der Gratis-Badis fürchteten dagegen Dichtestress auf der Liegewiese und argumentierten mit dem Bild überfüllter Badis. Auch der Zürcher Stadtrat sprach von «Badetourismus», der zum Nachteil für Zürcher Wasseratten werden könnte, weil man wegen der schieren Masse den Zugang zu den Badis beschränken müsste.