Gewerkschaften
Bauarbeiter und Handwerker für mehr Lohn auf der Strasse

In Olten und Zürich demonstrierten am Samstag Bauarbeiter, Handwerker und Angestellte der essenziellen Branchen. Applaus reiche nicht aus, es brauche mehr Lohn, so ihre Forderung.

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Die Demonstrationen der Gewerkschaften fanden zugleich in Olten und in Zürich statt.

Die Demonstrationen der Gewerkschaften fanden zugleich in Olten und in Zürich statt.

ho/Unia

An den Demonstrationen hätten am Samstag rund 3000 Personen teilgenommen, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der Gewerkschaften Unia und Syna. Bauarbeiter, Handwerker und Angestellte in sogenannten essenziellen Branchen seien während der Pandemie besonders gefordert gewesen und hätten mehr Respekt verdient, so die Gewerkschaften. «Anstatt Wertschätzung für diese Leistung zu zeigen, ziehen die Arbeitgebenden die Schrauben an: Termindruck, zu lange Arbeitszeiten, zu tiefe Löhne.», zitiert die Mitteilung Guido Schluep, Zentralsekretär bei der Gewerkschaft Syna.

Im Zentrum der Kundgebungen standen deshalb Forderungen nach mehr Lohn und besseren Arbeitsbedingungen. «Applaus reicht nicht, jetzt braucht es echte Lohnerhöhungen» sagte Chris Kelley, Co-Leiter Sektor Bau bei der Gewerkschaft Unia, laut der Mitteilung in Olten. In Zürich forderten die Schreiner einen neuen Gesamtarbeitsvertrag.

Konkret wollen die Gewerkschaften Lohnerhöhungen, einen 13. Monatslohn für alle, keine Löhne unter 4000 Franken und allgemeinverbindliche Gesamtarbeitsverträge insbesondere in den Dienstleistungsbranchen. Auch die Ablehnung der Erhöhung des Frauenrentenalters war Thema an den Demos. (wap)

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