Fuhrpark
Umstellung auf Elektroautos: Bundesverwaltung will Gas geben

Von knapp 3 auf 100 Prozent Elektrofahrzeuge: Die Bundesverwaltung soll künftig ohne Benzin und Diesel durch die Strassen kurven. Das hat Bundesrätin Viola Amherd beschlossen.

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Trendsetterin Doris Leuthard: Die ehemalige Bundesrätin hatte schon früh einen Tesla als Dienstwagen.

Trendsetterin Doris Leuthard: Die ehemalige Bundesrätin hatte schon früh einen Tesla als Dienstwagen.

Chris Iseli / LTA

(mg) Die Bundesverwaltung steht unter Strom. Also zumindest die Fahrzeugflotte. Wie es in der Mitteilung des Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) vom Donnerstag heisst, sollen künftig «im Grundsatz nur noch rein elektrisch betriebene Fahrzeuge» gekauft werden. Insgesamt verfügt die Bundesverwaltung derzeit über rund 1500 zivil immatrikulierte Fahrzeuge. Bisher sind gerade einmal rund 3 Prozent (40 Fahrzeuge) rein elektrisch betrieben.

Jährlich beschafft die Verwaltung über das Bundesamt für Rüstung armasuisse zwischen 150 und 200 neue Fahrzeuge. Noch 2019 wurden nur neun Elektrofahrzeuge gekauft. Die neue Weisung hat das VBS erlassen, um «die CO2-Emissionen dieser Fahrzeuge nachhaltig zu senken und den Umweltschutz zu steigern», wie es in der Mitteilung heisst. Sie gründet auf dem Klimapaket, den der Bundesrat für die Bundesverwaltung beschlossen hat.

Neben den Stromern können auch «Brennstoffzellenfahrzeuge mit Energieträger Wasserstoff oder Methanol» angeschafft werden. «Diesen gleichgestellt sind Fahrzeuge, die mit einer anderen, gleichwertigen CO2-neutralen Technologie betrieben werden», wie das VBS schreibt. Ganz auf die Benziner will die Verwaltung aber noch nicht verzichten: Wenn keine Elektrofahrzeuge verfügbar sind, die «den Anforderungen genügen», kann auch künftig auf Autos mit fossilen Brennstoffen ausgewichen werden.