Coronavirus
Lieferengpass: Kanton Zürich verschiebt Zweitimpfungen in Heimen

Wegen Lieferverzögerungen beim Impfstoff von Pfizer/Biontech passt der Kanton Zürich sein Impfprogramm an. Damit sollen die Auswirkungen der Verzögerung verringert werden. Das Nachsehen hat das Gesundheitspersonal in den Spitälern.

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Wegen eines Liferengpasses kann sich das Gesunheitspersonal im Kanton Zürich vorläufig nicht impfen lassen. (Symbolbild)

Wegen eines Liferengpasses kann sich das Gesunheitspersonal im Kanton Zürich vorläufig nicht impfen lassen. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Ursprünglich waren für den Kanton Zürich bis Ende Februar 113’000 Impfdosen von Pfizer/Biontech vorgesehen. Doch wegen eines Lieferengpasses stehen dem Kanton nur noch 90’000 Dosen zur Verfügung – 23'000 weniger als geplant. Aus diesem Grund passt Zürich sein Impfprogramm an, wie die Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilte. «Der Impfstoff ist leider nach wie vor sehr knapp und die Lieferverzögerungen erfordern eine Anpassung unseres Impfprogramms», lässt sich Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli in der Mitteilung zitieren.

Konkret hat der Kanton in Absprache mit dem Heimverband Curaviva entschieden, die Zweitimpfung in den Heimen um eine Woche zu verschieben. Damit sollen die Auswirkungen der Lieferverzögerungen auf ein Minimum reduziert werden, heisst es. Die Erstimpfung der Bewohnerinnen und Bewohner in den Heimen soll gemäss Fahrplan bis Mitte Februar allerdings durchgeführt werden können, wie die Gesundheitsdirektion versichert.

Vorläufig keine Impfungen für Gesundheitspersonal

Trotz dieser Verschiebung geht der Kanton laut eigenen Angaben davon aus, dass er die betroffenen 41'700 Zweitimpfungen im vorgesehenen Zeitfenster von maximal sechs Wochen verabreichen kann. Dies, weil im Februar neue Lieferungen erwartet werden.

Allerdings könnten wegen des Lieferengpasses im Februar keine weiteren Impftermine am Referenz-Impfzentrum am Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention vergeben werden. Zusätzlich müsse das Gesundheitspersonal in den Spitälern vorläufig auf weitere Impfungen verzichten, heisst es in der Mitteilung.