Coronavirus
Bundesrat will alle Auslandschweizer, deren Angehörige und Grenzgänger impfen

Der Bundesrat will den Zugang zu den Corona-Impfungen ausweiten. Neu sollen sich alle Auslandschweizer, deren enge Familienangehörige und Grenzgänger in der Schweiz impfen lassen können.

Drucken
Teilen
Der Bundesrat will den Zugang zur Impfung ausweiten. (Symbolbild)

Der Bundesrat will den Zugang zur Impfung ausweiten. (Symbolbild)

Keystone

Bislang konnte sich in der Schweiz nur impfen lassen, wer hier wohnt, als Grenzgänger im Gesundheitswesen arbeitet oder als Ausländer über eine obligatorische Krankenversicherung verfügt. Grund dafür waren die beschränkt verfügbaren Impfdosen. Dies soll sich nun ändern: Der Bundesrat hat am Mittwoch eine Änderung der Epidemienverordnung in die Vernehmlassung an die Kantone und Sozialpartner geschickt, wie das Bundesamt für Gesundheit mitteilte. Der definitive Entscheid fällt am 25. August.

Der Bundesrat sei der Ansicht, dass der Zugang für weitere Personen mit einem engen Bezug zur Schweiz möglich werden soll. Konkret geht es um Auslandschweizer ohne obligatorische Krankenversicherung in der Schweiz, deren enge Familienangehörige wie Ehepartner, Kinder, Eltern und Schwiegereltern im selben Haushalt sowie Grenzgänger ohne Krankenversicherung in der Schweiz. Der Grund: Inzwischen hatten alle in der Schweiz wohnhaften Impfwilligen die Möglichkeit, sich impfen zu lassen und es stehen genügend Impfdosen zur Verfügung.

Die Änderung sieht vor, dass die Impfkosten für Grenzgänger vom Bund übernommen werden. Er begründet dies damit, dass diese Personen sich regelmässig im Land aufhalten und die Entwicklung der Pandemie beeinflussen können. Bei den Auslandschweizern und deren Angehörigen schickt der Bundesrat zwei Varianten in die Vernehmlassung: Einmal trägt der Bund die Kosten, einmal müssen die Personen die Impfkosten selber bezahlen. (abi)

Aktuelle Nachrichten