Corona
Die Mehrheit der Kantone unterstützt eine schrittweise Öffnung

Testoffensive und Fortschritte bei der Impfung machten Hoffnung, eine vorsichtige Öffnung sei deshalb trotz steigender Fallzahlen möglich, so der Tenor der kantonalen Gesundheitsdirektoren.

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Bei rasch steigenden Fallzahlen käme das Contact Tracing wieder an die Grenzen, melden die Kantone. (Symbolbild)

Bei rasch steigenden Fallzahlen käme das Contact Tracing wieder an die Grenzen, melden die Kantone. (Symbolbild)

Donato Caspari

(wap) Die Hälfte der Kantone wolle sogar eine weitergehende Öffnung, heisst es in der am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK): Sie wollen im nächsten Öffnungsschritt nicht nur die Aussenbereiche der Gastrobetriebe freigeben, sondern auch die Innenräume. Ebenfalls die Hälfte der Kantone fordere ausserdem das Ende der Homeoffice-Pflicht. In rund einem Drittel der Stellungnahmen der Kantone werde betont, dass wirtschaftliche, soziale und psychologische Aspekte stärker gewichtet werden müssten und es auch für Sport, Bildung und Kultur wieder eine Perspektive brauche.

Mehrheitlich begrüsst würden die Lockerungen im Bereich der Veranstaltungen, heisst es in der Stellungnahme der GDK weiter. Nur vier Kantone hätten diesbezüglich Bedenken angemeldet. Ebenfalls grossmehrheitlich unterstützt werden die Lockerungsmassnahmen im Sport, wobei mehrere Kantone zugleich die Öffnung der Freibäder fordere. Zuwenig weit geht der Bundesrat den Kantonen bei der Bildung: Lockerungen des Präsenzverbots an Hochschulen seien dringend nötig, schreibt etwa die Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK).

Thema der Konsultation war auch die Frage, wie die Kantone ihre aktuellen Kapazitäten beim Contact Tracing beurteilen. Gemäss GDK-Stellungnahme melden alle Kantone, dass sie das Contact Tracing bei Bedarf flexibel hochfahren könnten, die Nachverfolgung bei rasch ansteigenden Fallzahlen aber schnell wieder an die Kapazitätsgrenze kommen könnte.