CORONA-BUSSE
Oberster Polizist: «Wir werden sicher keine Jagd auf Maskensünder machen»

Mark Burkhard versichert, die Polizei werde nicht gezielt Maskenverweigerer ins Visier nehmen. Der Präsident der kantonalen Polizeikommandanten stellt fest, dass die Bevölkerung zum Teil gereizt auf die Polizei reagiert.

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Mark Burkhard ist Kommandant der Baselbieter Polizei und seit November Präsident der kantonalen Polizeikommandanten. (Archivbild)

Mark Burkhard ist Kommandant der Baselbieter Polizei und seit November Präsident der kantonalen Polizeikommandanten. (Archivbild)

Keystone

(dpo) Anfangs Dezember hat der Nationalrat für Corona-Bussen gegen Maskenverweigerer gestimmt. Der Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) sagt, er kenne keine Polizeikorps, die Budgetvorgaben für die Bussen hätten. «Wir werden sicher keine Jagd auf Maskensünder machen, sondern ermahnen und auf das richtige Verhalten hinweisen», so Mark Burkhard in einem Interview mit dem «Blick» am Mittwoch.

Derzeit steht noch nicht fest, wie hoch die Busse für Maskenverweigerer ausfällt. Die Schweizerische Staatsanwälte-Konferenz (SSK) empfiehlt, dass Widerhandlungen mit zu 250 Franken Busse bestraft werden können.

Mark Burkhard zeigt sich darüber hinaus besorgt, dass die Bevölkerung in der Coronapandemie vereinzelt gereizter werde: «Das führt gehäuft zu Auseinandersetzungen», so der oberste Polizist der Schweiz.

Zudem stellt er eine gewisse Verlagerung von Delikten ins Internet fest. Dabei werde die Corona-Situation ausgenutzt: «Etwa wenn versucht wird, Angehörige zur Zahlung grösserer Summen zu bringen, weil angeblich eine Person auf einer Intensivstation liegt und die Behandlung finanziert werden muss», sagt Burkhard.