Berner Regierungswahlen
Rotgrüne Mehrheit erobern: SP schickt Bieler Stadtpräsidenten ins Rennen

Die rotgrünen Parteien wollen die Mehrheit in der Berner Kantonsregierung zurückerobern. Nun ist bekannt, wer es richten soll: Die SP schickt den Bieler Stadtpräsidenten Erich Fehr ins Rennen.

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Erich Fehr amtet seit 2011 als Bieler Stadtpräsident. Nun bewirbt er sich für einen Sitz in der Kantonsregierung. (Archivbild)

Erich Fehr amtet seit 2011 als Bieler Stadtpräsident. Nun bewirbt er sich für einen Sitz in der Kantonsregierung. (Archivbild)

Keystone

(rwa) Nach dem angekündigten Rücktritt von BDP-Regierungsrätin Beatrice Simon wittern SP und Grüne die Chance, die bürgerliche Mehrheit in der siebenköpfigen Berner Kantonsregierung zu brechen. Am Freitag hat die SP des Kantons Bern bekanntgegeben, mit wem sie nächstes Jahr ins Rennen steigen möchte: sie greift den frei werdenden Sitz von Simon mit dem Bieler Stadtpräsidenten Erich Fehr an. Grünes Licht muss noch der Parteitag geben. Das dürfte aber Formsache sein.

Mit Fehr biete sich die einmalige Chance die rotgrüne Mehrheit zurückzuerobern, betont die Partei in der Mitteilung. Nach knapp fünf Jahren bürgerlicher Mehrheit im Regierungsrat sei klar, dass der Kanton so nicht vorwärtskomme. Auch für Fehr, der seit 2011 als Stadtpräsident von Biel amtet, ist klar: «Der Kanton Bern braucht einen Richtungswechsel hin zu einer sozialeren und ökologischeren Zukunft.» Als Bieler sei er es gewohnt, Brücken zwischen Frankophonen und Deutschsprachigen zu schlagen, lässt er sich in der Mitteilung weiter zitieren. Gerade nach der Abstimmung über die Kantonszugehörigkeit von Moutier sei diese Qualität besonders gefragt.

In der siebenköpfigen Berner Regierung stellen die rotgrünen Parteien drei Sitze. Die bisherigen Evi Allemann und Christoph Ammann (beide SP) und Christine Häsler (Grüne) treten wieder an. Noch unklar ist, ob Fehr Konkurrenz von den Grünen erhält. Im Rennen ist dort die Grossrätin Moussia von Wattenwyl. Wie das rotgrüne Ticket am Ende aussehen wird, lässt sich noch nicht sagen.