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UNO-Tag der Demokratie soll mehr Beachtung finden

Unter Führung der Stiftung Dialog finden am Mittwoch in der Schweiz zahlreiche Aktionen zum UNO-Tag der Demokratie statt. Dieser soll mehr Beachtung finden, so das Ziel der Stiftung.

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Ein Tag für Workshops: Der Tag der Demokratie wird in vielen Schulen, Vereinen und Unternehmen begangen.

Ein Tag für Workshops: Der Tag der Demokratie wird in vielen Schulen, Vereinen und Unternehmen begangen.

ho/Campus für Demokratie

Schon 2007 rief die UNO den internationalen Tag der Demokratie ins Leben. Seither wird er weltweit jedes Jahr am 15. September begangen. In der Schweiz habe der Tag bisher wenig Beachtung gefunden, heisst es in einer Medienmitteilung von «Campus für Demokratie» (CFD). Diese ist eine «Plattform» der 1974 gegründeten Stiftung Dialog, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, «politische Bildung und politische Partizipation» in der Schweiz zu fördern. «Demokratie ist auch in der Schweiz keine Selbstverständlichkeit», lässt sich CFD-Geschäftsführerin Carol Schafroth in einer Mitteilung zitieren.

Zahlreiche Gemeinden, Schulen, Kulturhäuser, Vereine und Unternehmen seien einem Aufruf der Stiftung gefolgt und beteiligten sich mit Aktionen am Tag der Demokratie. Zum Programm gehören unter anderem Podiumsdiskussionen in Zürich und Lausanne, eine Lesung mit Autor Jürg Halter in Bern, ein Speaker's Corner in Basel oder ein Projekt in Mendrisio, bei dem Kinder einen Spielplatz entwerfen können.

Veranstaltung in Zofingen

Genutzt wird der Tag der Demokratie auch vom Verein Tatkraft. Dieser stellt in Bern eine geplante Volksinitiative vor, die Inklusions-Initiative. Diese fordert vollumfängliche Assistenzleistungen für Menschen mit Behinderungen. «Die Assistenzbeiträge der IV, die 2012 eingeführt wurden, decken nur den Bereich Wohnen und Freizeit ab, sind zu tief angesetzt und schliessen aufgrund hoher Hürden viele Menschen mit Behinderungen aus», erklärt Projektcoach Leila Drobi gegenüber CH Media das Anliegen.

Auch die «Schweizer Demokratie Stiftung» nutzt den Tag. An einer Medienkonferenz in Bern stellte sie ihre neuesten Projekte vor, darunter ein «Global Forum on Modern Democracy», das vom 21. bis 25. September 2022 in Luzern stattfinden soll. Ausserdem startet die Stiftung einen «Informationsaustausch zur Demokratie nach der Pandemie.» Dies ist auch das Thema eines «Internationalen Demokratie Forum», das am 24./25. September in Zofingen stattfinden soll. (wap)

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