Leserbrief
«Wer wagt es, dagegen zu halten?»

Zum Säbelrasseln im Persischen Golf, diverse Ausgaben

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Die USA haben die Schuldigen bereits ermittelt, ist ja klar, sie wissen ja auch wie es gelaufen ist. Zur Erinnerung, die USA fahren massiv mit Kriegsgerät auf im Persischen Golf. Keine Reaktion von Iran. Dann brennen Tanker im Persischen Golf, die Welt reagiert nicht besonders. Untersuchungen laufen unter dem Zepter von Trumps Liebling Bin Salman von Saudi-Arabien. Interessant, bei den Untersuchungen ist auch Norwegen dabei.

Und jetzt, ein Angriff auf einen norwegischen und einen japanischen Tanker im Golf von Oman. Dabei weilt gerade Shinzō Abe im Iran. Für jeden der etwas weiter denkt, ist klar, was damit bezweckt wurde. Der Auftraggeber dieser Operation ist für mich eindeutig, ausgeführt hat sie wohl der beste Geheimdienst im Nahen Osten. Man muss doch einen Grund haben, den Iran anzugreifen.

Wer das nicht glauben kann, sollte sich doch bitte ans Jahr 2003 erinnern.

Jakob Grünenfelder, Giswil


Mit der Lüge, Polen hätte Deutschland angegriffen, traten die Nazis 1939 den Zweiten Weltkrieg los. Die Lüge, ein amerikanisches Schiff sei von nordvietnamesischen Schnellboten angegriffen worden, diente den USA 1964 zum Eintritt in den Vietnamkrieg. Aufgrund einer weiteren Lüge der USA, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen, starteten die USA 2003 den Irakkrieg und ebneten damit dem Islamischen Staat den Weg.

Nun rühren die USA erneut die Kriegstrommel mit der Behauptung, Iran habe mit Schnellbooten Öltanker angegriffen. Dies, nachdem Matrosen vor den Einschlägen Drohnen gesichtet hatten. Wer ist in diesem Gebiet auf den Einsatz von Drohnen spezialisiert? Die Regierung der Nation, deren Präsident im Durchschnitt 12 Mal pro Tag nachweislich die Unwahrheit sagt, sucht offensichtlich den Krieg. Einmal mehr ohne Rücksicht auf Verluste – vor allem Menschen. Wer wagt es, dagegen zu halten?

Stefan Brändlin, Altwis