Leserbrief
Wasser predigen, Wein trinken

«Fünf buhlen um zwei freie Sitze», Ausgabe vom 15. April

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Die Juso Stadt Luzern und die Jungen Grünen haben beschlossen, dass ihre beiden Kandidierenden noch einmal zum zweiten Wahlgang antreten werden und damit als Konkurrenz zu Franziska Bitzi Staub (CVP)und Manuela Jost (GLP). Zwei junge linke Männer wollen somit zwei kompetente Frauen aus dem Stadtrat werfen. Sich als Frauenförderer inszenieren, selber aber die Frauenanzahl im Stadtrat bekämpfen – zählt das Geschlecht nur, wenn es linke Frauen sind?

Philipp A. Schmid, Vizepräsident Jungfreisinnige Stadt Luzern


Nun ist die Katze aus dem Sack. Die Partei Junge Grüne fordert dazu auf die grünliberale Baudirektorin Manuela Jost nicht zu wählen. Stattdessen werden die beiden Studenten Skandar Khan und Jona Studhalter zur Wahl vorgeschlagen. Der Vorwurf an uns Grünliberale: Der ökologische Umbau der Stadt Luzern gehe viel zu langsam.

Wohlgemerkt: Unsere vom Stadtparlament überwiesene Motion fordert Netto-0 bis 2030, sprich bis in zehn Jahren muss jede fossile Heizung abgestellt sein. Das bereits heute überaus ehrgeizige städtische Ausstiegsziel bis 2030 können wir nur dann annähernd erreichen, wenn wir überparteilich mit allen städtischen Parteien zusammen arbeiten. Ein Don Quijote bringt uns nicht weiter. Denn das Klima hat keine Parteifarbe und geht uns alle an.

Jules Gut, Fraktionschef Grünliberale Stadt Luzern

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