Leserdebatte
Verharmlosung von Covid-19 oder endlich ein «gesunder» kritischer Artikel?

«Macht den Quatsch nicht mit», Ausgabe vom 26. September

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In dem Interview kritisieren die Professoren Sucharit Bhakdi und Karina Reiss die Coronamassnahmen europäischer Regierungen und Länder und speziell der Schweiz. Ihre Darlegungen lassen wichtige Fragen offen.

Die Sterblichkeit bei Covid-19 geben die beiden Wissenschaftler mit 0,1 bis 0,5 Prozent an. Nun weisen sie selbst darauf hin, dass diese stark altersabhängig ist. Welchen Sinn ergeben dann solche Zahlen? Der Leser wäre für einen klärenden Hinweis dankbar.

Bhakdi und Reiss setzen die Covid-19-Pandemie einer Grippeepidemie gleich. Jedoch wie war es mit der markanten Erhöhung der Todesfallzahlen in der Region Bergamo am Anfang des Jahres? Dort ist nicht nur die Gesundheitsversorgung zusammengebrochen, sondern die Särge wurden in Kirchen gestapelt und mussten mit Militärlastwagen abtransportiert werden. Dies war bei einer Grippeepidemie nie der Fall. Konsequenz: Wenn Covid-19 nicht durch geeignete Massnahmen eingedämmt wird, wirkt diese Krankheit weit schlimmer als eine Grippe.

Dr. sc. math. Günter Baigger, Kriens


Ein grosses «Danke» an die «Luzerner Zeitung» für die Seite 6 der Samstagausgabe vom 26. September 2020! Ich freue mich auf weitere «gesunde» Covid-19-kritische Artikel.

Brigitte Mahler-Schmid, Geuensee


Nach Frau Professor Dr. Karina Reiss gäbe es einen wissenschaftlichen Konsens, dass die Sterblichkeit bei Covid-19 zwischen 0,1 bis 0,5 Prozent liege. Die Fakten sind jedoch anders: Der Fall-Verstorbenen-Anteil wurde vom ECDC (Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) für Europa auf 10,5 Prozent geschätzt. In Deutschland liegt der Fall-Verstorbenen-Anteil aktuell bei 3,8 Prozent (Quelle: 158. ECDC. Coronavirus disease 2019 (Covid-19) in the EU/EEA–ECDC; 2020). Professor Reiss und Professor Bhakdi stellen sich bewusst gegen den Konsens der wissenschaftlichen Institutionen, die in der Schweiz wie weltweit gegen das Virus ankämpfen.

Prof. Dr. Bhakdi sagt, dass «mit und ohne dieses Virus in Deutschland weit unter ein Prozent dieser Altersgruppe (jünger als 70 Jahre) gestorben seien. Prof. Dr. Bhakdi verwendet eine statistische Methode, indem er die Sterblichkeit berechnet für die gesellschaftliche Gruppe der unter 70-jährigen. Richtig ist, dass Covid-19 eine gesamtgesellschaftliche Erkrankung ist mit einer hohen Sterblichkeit insbesondere – aber nicht ausschliesslich – bei über 70-jährigen Menschen. Mehr als 95 Prozent der an der neuen Coronavirus-Variante gestorbenen Menschen in Europa nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren über 60 Jahre alt gewesen. Es ist kein Zeichen gesamtgesellschaftlicher Verantwortung, wenn Prof. Bhakdi eine schöngerechnete Statistik präsentiert, die ältere Menschen in der Statistik nicht berücksichtigt, damit im Resultat eine tendenziös niedrige Sterblichkeit verkündet werden kann.

Würde er in der Statistik der Sterblichkeit auch die älteren Menschen berücksichtigen, könnte er mit den eigentlich realistischen Zahlen die Gefährlichkeit von Covid-19 nicht verharmlosen. Das «Down Talking» der Gefährlichkeit von Covid-19 und der Vergleich mit einer Grippeerkrankung ist nicht wissenschaftlich statthaft, da bei Grippeepidemien keine so gross angelegten Tests gemacht wurden wie jetzt bei Covid-19, bei der viele asymptomatische Personen oder Personen mit minimalen Symptomen getestet werden. Die Zahlenbeispiele von Weiss und Bhakdi sind fragwürdig, irreführend und unwissenschaftlich. Die Kritik von Prof. Dr. Karina Weiss und Prof. Dr. Sucharit Bhakdi am Schweizer Coronamanagement entbehrt jeglicher Rechtfertigung.

Prof. Dr. med. Marcus M. Maassen, Luzern


Liebe Redaktion, vielen herzlichen Dank, dass Sie den Mut haben endlich einem kritischen Wissenschaftler wie Sucharit Bhakdi den Raum zu geben, der ihm gebührt. Sie helfen mit den völlig ausser Kontrolle geratenen Coronawahnsinn, das psychische Leiden und den Schaden an der Gesundheit der Bevölkerung durch die sinnlosen Massnahmen zu beenden. Bitte machen Sie weiter mit der Aufklärung der Bevölkerung und interviewen weitere der international anerkannten Wissenschaftler, die verzweifelt versuchen, die Bevölkerung zu erreichen. Es ist ja auch ihre Welt und die ihrer Kinder, die sie damit retten können. Jeder der bis drei zählen kann weiss, es gibt keine Pandemie und es gab nie eine...

Gopal Nanzer-Klein, Sarnen, Traumatherapeut