Leserbrief
Verhältnismässigkeit geht verloren

«Dozent veruntreut Tausende Franken», Ausgabe vom 21. Juni

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Fassungslos erleben wir mit, wie ein langjähriger engagierter Dozent und Gemeindepräsident wegen eines bereits geregelten Vorfalls an seinem Arbeitsplatz in der Öffentlichkeit diffamiert und sein Ruf geschädigt wird. Herbert Schmid hat in einer länger andauernden schwierigen Situation einen Fehler gemacht, diesen zugegeben und mit den betreffenden Personen in Ordnung gebracht. Niemand ist zu Schaden gekommen. In gegenseitigem Einverständnis wurde die Sache intern abgeschlossen.

Viele Fragen stellen sich uns: Warum wurden diese Vorkommnisse an die Medien weitergereicht? Wer hat ein Interesse, dies an die Öffentlichkeit zu bringen, wohlwissend, dass dies für Herbert Schmid verheerende Folgen haben würde? Wie ist es möglich, dass bestimmte Medien im Stundentakt über den Vorfall berichteten? Kennen diese keinen Persönlichkeitsschutz? Dürfen Namen und Bilder von betroffenen Personen vorbehaltlos veröffentlicht werden?

Wir müssen feststellen, dass hier viele Grenzen überschritten wurden. Mutig hat der Gemeinderat von Hohenrain in einem Communiqué Herbert Schmid für seine Tätigkeit als Gemeindepräsident das Vertrauen ausgesprochen. Auch wir sind überzeugt, dass Herbert Schmid sein Amt gewissenhaft und kompetent ausübt. Er hat sich stets für ein gutes Miteinander in der Gemeinde eingesetzt. Es ist zu hoffen, dass die Bevölkerung Augenmass und Respekt bewahren kann.

Gertrud und Hans Meier, Maria und Hans Steiner-Halter, Hohenrain

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