Leserbrief
Klatsche für den Gemeinderat

«Von ‹Malheur› bis ‹Sieg für Rechtsstaat›», Ausgabe vom 24. September

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Am 22. September entschied der Luzerner Regierungsrat, dass die Abstimmung in Ebikon über die Überbauung Sagenmatt wegen schwerwiegender Mängel abgesagt werden muss. Die zuständige Bauabteilung wird zu Recht kritisiert, auch von den Parteien. Sie haben aber mehrheitlich ein Ja empfohlen. Gibt es auch hier Verbesserungspotenzial?

Das nächste Thema steht bevor: das zukünftige Bau- und Zonenreglement. Es basiert auf dem Masterplan Ebikon. Dieser wurde am 1. April 2015 vom Gemeinderat verabschiedet und am 27. Mai 2017 fand eine Orientierungsversammlung statt. Es fand keine Abstimmung durch den Stimmbürger statt, da es sich, gemäss Gemeinde, um ein strategisches Führungsinstrument handelt. Der Masterplan ist ein theoretisches Werk.

Im zukünftigen Bau- und Zonenreglement (BZR) werden 71 Gestaltung- und 12 Bebauungspläne aufgehoben, sie passen wohl nicht mehr in den Masterplan. Dabei werden bestehende Gebiete zurückgestuft, d.h. bei der Zerstörung kann ein Wiederaufbau des Gebäudes in seiner heutigen Form nicht mehr erfolgen. 2017 wurde das zukünftige BZR zuhanden der kantonalen Vorprüfung verabschiedet. Im Februar 2020 wurde dieses Dokument vom Internet der Gemeinde entfernt. Im Oktober 2020 sollen die überarbeiteten Unterlagen vom Gemeinderat zur Vorprüfung dem Kanton übergeben werden und eine öffentliche Auflage ist auf Herbst 2021 vorgesehen. Haben sich die Parteien rechtzeitig mit diesem Dokument befasst oder riskieren wir wieder eine unvollständige und beschönigende Darstellung der Gemeinde Ebikon?

Marcel Huber, Ebikon

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