Leserbrief
Die Entwicklung wird verweigert

«Stadtrat lehnt Abklärungen zur Metro ab», Ausgabe vom 2. Juli

Merken
Drucken
Teilen

Unpassend sei eine Metro gemäss Luzerner Stadtrat. Unpassend ist seine konsequente Verweigerung von Infrastruktur-Projekten. Würde der Tiefbahnhof nicht vom Bund vorangetrieben, wäre ein solcher wohl kaum in der Stadtrats-Runde lanciert worden. Die Bevölkerung nimmt zu und das Mobilitätsbedürfnis der Menschen nicht ab. Die Stadt und ihre Regierung kann sich nicht zu einem zusätzlichen oder erweiterten Trassee für ÖV (ausser eben der Tiefbahnhof so ab 2035!) erwärmen.

Selbst die Idee einer Bahnhof-Überdeckelung für den ÖV befand der Stadtrat als undurchführbar. Lieber wird mit Apps, Abriegelungen und sonstigen «flankierenden» Massnahmen laboriert. Die widersprüchlichste Vermutung des Stadtrates ist die «Konkurrenzierungs»-Angst zwischen Bus/Bahn und Metro. Dabei ist der ÖV weiss Gott teilweise bereits überlastet. Und: Wie sollen der Busverkehr und die Aufhebung des Bahnhofparking beim Bau des Tiefbahnhofes dereinst funktionieren? Ich vermute, dass dieser Stadtrat zu keinem eigentlichen Projekt in der Lage ist.

Daniel Wettstein, Luzern, Alt-Grossstadtrat und Alt-Kantonsrat