Prager Frühling
Von Hitze, Eishockey und den Eisheiligen

Es ist widerlich! Nicht nur bei uns, sondern auch in Prag ist der Frühling angekommen. Wobei, Frühsommer wäre wahrscheinlich die treffendere Bezeichnung. Darunter zu leiden haben derzeit vor allem die Eishockey-Fans.

Dean Fuss
Dean Fuss
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T-Shirt-Wetter in Prag.

T-Shirt-Wetter in Prag.

Keystone

In der Prager O2-Arena, dem Hauptspielort der Eishockey-Weltmeisterschaft in Tschechien, herrschen wegen der äusseren Bedingungen nämlich fast schon tropische Verhältnisse vor. Darunter leidet natürlich die Eisqualität. Die Spieler beklagten sich im Verlauf der Vorrundenspiele mehrfach über das weiche Eis. Dieses macht das Spiel langsamer und schmälert damit die Attraktivität.

Das bekommt auch der Zuschauer zu spüren, und nicht nur das: Denn der Gang zum Sitzplatz wird unter diesen warmen Begleitumständen zur beschwerlichen Wanderung, das Schlangestehen in den Toilettenanlagen – dem wohl wärmsten Ort im gesamten Eishockey-Tempel – bei gefühlten 30 Grad Celsius zum brutalen Sauna-Ausdauertest.

Und das alles, ausgerechnet während der Eisheiligen, die in dieser Woche vorherrschen sollten, ihrem Namen aber alles andere als alle Ehre machen. Da hilft nur noch kühles Bier, und das ist in Prag bekanntlich preiswert und schmackhaft.