Polemik
Mut zum Frieden im Europa-Fussball

Christoph Bopp
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Die Fanzone während der EM in Paris

Die Fanzone während der EM in Paris

Keystone

Eines ist schon mal gut. Keiner spricht im Zusammenhang mit der EM von einem «Friedensprojekt». Und dass es vor allem darum geht, einen Haufen Kohle zu verdienen, bleibt auch brav unter dem Tisch.

Aber Frieden an sich ist ja nichts Schlechtes. Und Schäden, vor allem solche, die nicht nötig sind, gilt es nach Kräften zu vermeiden. Deshalb mein Vorschlag: Warum haben Franzosen und Portugiesen sich vor dem Match nicht abgesprochen? Ihr lasst Ronaldo draussen und wir Griezmann? Das hätte ausreichend Verbandsmaterial gespart und Médècins sans frontières hätten sich dankbar gezeigt.

Oder Deutschland. Das Problem von Jogi Löw war, dass er eine zu gute Mannschaft hatte. Mit Özil, Khedira, Kroos und all den technisch Begabten kann er ja nicht Hauruck spielen lassen. Überfall statt Ballgeschiebe: Das wäre das Geheimnis zum Erfolg gewesen. Warum also geht er nicht zum Gegner und sagt: Kommt wir spielen mit 45-Sekunden-Regel wie beim Basketball! Ich lasse dafür auch meine ganze erste Besetzung im Mittelfeld auf der Bank.

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