Kommentar
Schützen, testen und impfen

Balz Bruder
Balz Bruder
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Eines der Plakate des Kantons.

Eines der Plakate des Kantons.

zvg

Zu früh kommt die Kampagne gleichen Namens mit Sicherheit nicht. Aber zu spät auch nicht. Denn erstens kann zwar seit geraumer Zeit ausreichend getestet werden, doch mit der Verfügbarkeit des Impfstoffs war es bis vor kurzem nicht weit her. Vor allem nicht für Personen, die nicht einer Risikogruppe angehörten, die prioritär behandelt wurde.

Es scheint in der Tat, dass in den vergangenen Tagen und Wochen einiges in Bewegung gekommen ist, das zuversichtlicher stimmt als auch schon. Dabei geht es nicht nur um harte Fakten wie die Korrelation zwischen steigender Impfquote und sinkenden Fallzahlen. Es geht auch um den vorsichtigen Optimismus, der allmählich um sich greift.

Die Menschen spüren, dass mit verantwortungsvollem Verhalten – eben schützen, testen, impfen – nicht nur die epidemiologische Lage in den Griff zu bekommen ist. Sie spüren auch, dass sie Freiheiten zurückbekommen, auf die sie lange verzichten mussten.

Es wäre unverantwortlich, diese Aussichten mutwillig aufs Spiel zu setzen. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass die Sensibilität hoch bleibt. Und die Wechselwirkung von Verantwortungsbewusstsein und Rückkehr zum Leben erkannt wird.