Kommentar
Es geht mehr um Ideen als um Partei

Pia Stebler und Reto Schoch heissen die beiden, welche von der Findungskommission als «valable» Kandidaten für das Präsidium des Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbandes ins Rennen geschickt werden.

Balz Bruder
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Reto Schoch und Pia Stebler.

Reto Schoch und Pia Stebler.

zvg

Es ist ein gutes Zeichen für das Innenleben des Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbandes, dass es zu einer Ausmarchung um das Präsidium der gewichtigen Organisation kommt. Mit Pia Stebler und Reto Schoch stehen zwei Kandidaten zur Verfügung, welche die eigens eingesetzte Findungskommission beide als «valabel» bezeichnet.

Das sind sie in der Tat, auch wenn sie in Bezug auf Werdegang und Temperament unterschiedliche Profile aufweisen. Es wäre denn auch in der Tat eigenartig gewesen, wenn die Findungskommission die beiden Kandidaturen nicht an den Zentralvorstand weitergereicht hätte. Jenem Gremium, dem sowohl Stebler als auch Schoch schon heute bereits angehören.

Die Auswahl wird weder dem Zentralvorstand noch der Präsidentenkonferenz ganz leicht fallen. Dabei geht es weniger um die Parteizugehörigkeit, die immer etwas überhöht wird, als um die Ideen, welche die beiden Kandidaten für das künftige Wirken des Gewerbeverbands repräsentieren. Wenn die Partei gleichwohl eine Rolle spielt, dann vor allem deshalb, weil die Industrie- und Handelskammer fest in freisinniger Hand ist. Und vor allem nach aussen eine andere Parteifarbe an der Spitze des Gewerbes ein Zeichen setzte. Mehr aber auch nicht.