Polemik
Kein Grundrecht auf gleiches Geld für Tennisfrauen

Wenns um Geld geht, verstehen die Tennisfrauen keinen Spass. Beim Thema gleiches Preisgeld für Frauen und Männer sehen sie rot. Ins Fettnäpfchen trat nun Ray Moore, Turnierdirektor von Indian Wells.

Miachel Wehrle
Miachel Wehrle
Drucken
Teilen
Tennissprofi Timea Bacsinszky

Tennissprofi Timea Bacsinszky

Klar hat sich Moore mit seinen abfälligen Bemerkungen nicht politisch korrekt ausgedrückt. Auf den Knien müssen die Frauen den Männern für die Popularität nicht danken, aber grundsätzlich hat Moore recht. Die Frauen profitieren von den Männern. Das lässt sich belegen, die Männertour spielt viel mehr Geld ein, so darf sie mehr ausschütten.

Dabei erübrigt sich die Diskussion, Männer müssen bei Grand-Slam-Turnieren mehr leisten, drei Sätze pro Match gewinnen. Kein Mensch möchte ein Frauenmatch über fünf Sätze sehen. Schon jetzt locken die Frauen weniger Fans auf die Tribünen. «Es sind zwei Sportarten», sagt Timea Bacsinszky. Also soll jede Sportart ihr Preisgeld selbst festlegen. Wenn die Einnahmen stimmen, spielt es keine Rolle, wie sie erwirtschaftet werden. Selbst wenn 75 Prozent «fette Schweine» auf dem Platz stehen, wie es Richard Krajicek, mehr als inkorrekt, schon 1992 formulierte.

Aktuelle Nachrichten