Money-Blog
Der Zürcher Bankenstar 2015: Bank Vontobel mit 41% Prozent im Plus

Im Börsen-Blog «Money» porträtiert der Experte François Bloch jeden Tag eine schillernde oder eine schlingernde Aktie. Heute: die Zürcher Bank Vontobel.

François Bloch
François Bloch
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Situation: Jetzt heisst es kurz und bündig auf die Aktie der Zürcher Privatbank Vontobel zu setzen: Obwohl der Titel rund 41% Prozent in diesem Jahr hinzugewann, dürfen Sie sich nicht vom einem Kauf abhalten lassen. Denn das Finanzunternehmen überzeugt mit einer fundamental tiefen Bewertung. Und obwohl die Privatbank im laufenden Konsolidierungsprozess im schweizerischen Heimmarkt agiert, darf dies nicht als Schwäche ausgelegt werden, da man erst mit den Jahren die versteckten Zeitbomben in den Kundenportfolios entdeckt. Das organische Wachstum im institutionellen Geschäft sorgt für die notwendige Wasserveränderung im mehr als kompetitiven Umfeld. Einzig im Privatbanking scheint sich der grosse Erfolg einzustellen, welchen man sich erhofft hat. Hier sei einfach vermerkt, dass der Kunde momentan König ist und enorm tiefe Kosten für die hochstehenden Dienstleistungen bezahlen muss. Dabei kann er die einzelnen Banken gegeneinander ausspielen. Speziell das traditionell starke Geschäft bei den Derivativen Finanzinstrumenten brummte in den letzten Wochen wie verrückt, dies sollte einen substantiellen Gewinnbeitrag liefern, welcher noch nicht von den Analysten berücksichtigt wurde. Einziger Nachtteil ist die starke Stellung der Familie im Aktionariat, aber dieser Aspekt ist kurzfristig zu vernachlässigen. Mit der starken Dividendenausschüttung wird auch das Aktionärsherz mehr als erfreut.

Ratschlag: starke Kaufempfehlung – Titel ist fundamental unterbewertet. Das Kurs-/Gewinnverhältnis wird im nächsten Jahr die tiefe Marke von unter 16 Punkten erreichen. Kaufmonitor: 4.9/5 (Neu auf dem Monitor) – Die Firma wird vom Negativzins der SNB stark profitieren, daher sollte der Wert bis Ende Jahr um 10% Prozent ansteigen. Auch die Beruhigung an der US-Zinsfront sollte helfen.

Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Wir übernehmen keine Verantwortung.

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