Persönlich
Zimtstern-Terrine?

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Mailänderli durften auch hier nicht fehlen. Genauso wenig wie Zimtsterne, schwedische Pepparkakor, Erdnuss- und Bananenkekse.

Mailänderli durften auch hier nicht fehlen. Genauso wenig wie Zimtsterne, schwedische Pepparkakor, Erdnuss- und Bananenkekse.

Sandra Meier

Wer über die Festtage für rund 60 Personen an drei Tagen kocht, sollte in der Mengenlehre sattelfest sein. Das Hauptproblem liegt auf der Hand: Hungrig darf niemand heimgehen. Also rechnet man einen Faktor von 20 Prozent plus. Es kommen ja recht gute Esser, und deshalb ist man nur mit 30 Prozent auf der sicheren Seite. Leider hat ein Truthahn die Eigenschaft, dass er nicht wie irgendein Roastbeef aufs Gramm genau zugeschnitten daherkommt. Er ist so schwer, wie er gewachsen ist – und so stellten sich fünf Personen ebenso vielen Kilos plus einem Kilo Füllung. Da alles schmeckte, blieb überraschend wenig übrig. Zwei, drei Tage Sandwiches, plus flugs eine prächtige Terrine für die Neujahrsschlemmerei gebastelt – und schon ist unser schlechtes Gewissen gegenüber dem zu grossen Weihnachtsvogel beruhigt.

Anders siehts an der Geschenke-Front aus: Kistenweise Wein ist kein Problem, weil der ruhig noch ein bisschen liegen bleiben darf. Schwieriger wird es mit dem Zuckerberg: Da meine Mailänderli laut einer Kennerin aus dem engsten Umfeld «versalzen» seien – was das weitere Umfeld dementiert –, waren wir mit dem Verschenken eher zurückhaltend. Zur Mailänderli-Schwemme kam beutelweise eine weitere Chrömli- und Schoggi-Schwetti, auch wenn sich darunter exquisites Naschwerk von versierten ZuckerbäckerInnen findet. Das Problem: Aus ihnen lässt sich unmöglich eine Terrine fabrizieren. Also tritt Plan B in Kraft: Nie auf die Waage stehen und bei jeder Gelegenheit Süsses futtern. Denn schon bald steht der Dreikönigskuchen auf dem Speiseplan, und dann machen sich Zimmetstern und Brunsli definitiv schlecht zum Fasnachtsstart.