Kommentar
Wir müssen jetzt da durch

Balz Bruder
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Die Läden in der Stadt Solothurn werden nach Weihnachten geschlossen bleiben. (Archivbild)

Die Läden in der Stadt Solothurn werden nach Weihnachten geschlossen bleiben. (Archivbild)

Ldu

Am Ende ging und geht es nur noch um Tage – bis das neuerliche Herunterfahren des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens Tatsache wurde beziehungsweise eben erst noch wird. Nach Weihnachten befällt auch den Kanton Solothurn so etwas wie eine Winterstarre.

Eine Überraschung ist das nicht, eine Notwendigkeit allerdings schon. Denn die vergangenen Wochen und Monate haben schonungslos vor Augen geführt, dass es ohne harte Massnahmen nicht geht. Sie wären zum heutigen Zeitpunkt bloss vermeidbar gewesen, wenn sie erstens früher angeordnet worden wären und das bisherige Regime zweitens besser befolgt worden wäre.

Gewiss, das ist einschneidend. Doch das Szenario ist alternativlos. Die Fallzahlen müssen deutlich sinken, sonst kollabiert das Gesundheitssystem. Und das können wir uns noch weniger leisten als irgendeinen anderen Kollaps.

Dass es auch hoffnungsvolle Zeichen gibt, beweist die Tatsache, dass schon bald geimpft wird. Nicht breitflächig zwar, aber dort, wo Not und Notwendigkeit am grössten sind. In der Kombination von einschränkenden Vorkehrungen zur Eindämmung des Virus und der medizinischen Bekämpfung desselben liegt denn auch die Perspektive.

Gut, dass jetzt Weihnachten kommt. Sie bietet Gelegenheit zur inneren und äusseren Einkehr.

balz.bruder@chmedia.ch