Persönlich
Weder Fisch noch Vogel

Urs Mathys
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Fleisch oder Vegi? Was landet auf dem Grill? (Symbolbild)

Fleisch oder Vegi? Was landet auf dem Grill? (Symbolbild)

KEYSTONE/AP Underwriters Laboratories/Jonathan Cohon

Nichts gegen Vegetarier! Alle sollen nach ihrer Fasson glücklich werden. Eigentlich gibt es ja durchaus viele gute Argumente dafür, auf den Fleischkonsum zu verzichten: Die jeder Beschreibung spottenden Tierfabriken, der Ressourcenbedarf für die Fleischproduktion, die Treibhausgase, die bei der Tierhaltung anfallen, oder die lausige Fleischqualität, die uns gerade im Sommer – wenn der Homo Helveticus zum «Grillitarier» oder zum «Tsch-Tsch»-Meister mutiert – unter einer dicken Schicht Marinade untergejubelt werden soll.

Drum: Nichts gegen Vegetarier: Leben und essen lassen, was jedem behagt! Bei den Dinosauriern existierten ja schliesslich seinerzeit auch Fleischfresser und Vegis. Einen Unterschied gabs unter dem Strich letztlich keinen: Beide sind ausgestorben.

Ich sags noch einmal: Nichts gegen Vegetarier! Die sollen ruhig diese Dinger essen, die aus Soja- oder aus irgendwelchen anderen Bohnen hergestellt werden und die wie Hamburger oder Pouletbrüstchen aussehen und auch noch so schmecken sollen.
Oder gäb’s da noch so etwas wie den goldenen Mittelweg? Jedenfalls preist ein Walliser Fischzuchtbetrieb jetzt seine Alternative für all jene an, denen die Fleischeslust vergangen ist und die der traditionellen Bratwurst abschwören wollen: Eine «Bratwurst aus
100 Prozent inländischem Egli» ...

Alternative? Sorry, für mich ist das nun aber doch endgültig weder Fisch noch Vogel – ich bleibe beim Fleisch.

urs.mathys@chmedia.ch