Persönlich
Was und wem die Stunde schlägt

Urs Moser
Urs Moser
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Der Kanton Solothurn engagiert sich in der Berufsbildung. Zum Beispiel an der Schule für Mode und Gestalten am BBZ Olten. (Symbolbild)

Der Kanton Solothurn engagiert sich in der Berufsbildung. Zum Beispiel an der Schule für Mode und Gestalten am BBZ Olten. (Symbolbild)

Bruno Kissling

Es ist nun wirklich nichts dagegen einzuwenden, dass sich der Kanton Solothurn in der Berufsbildung engagiert und wie zum Beispiel an der Schule für Mode und Gestalten am BBZ Olten auch über Berufsschulplätze für vielleicht nicht so stark nachgefragte Lehren verfügt. Aber ein kleines bisschen ins Grübeln könnte man gerade hier trotzdem kommen.

Warum sucht die kantonale Verwaltung selber Lehrlinge, wozu braucht es Bekleidungsnäherinnen oder Bekleidungsnäher und Bekleidungsgestalterinnen oder Bekleidungsgestalter in Staatsdiensten? Geht es vielleicht um eine Neu-Uniformierung der Solothurner Kantonspolizei aus garantiert nachhaltiger Eigenproduktion? Oder arbeitet man gar an einer bahnbrechenden Weltneuheit, einem Sakko, das Nationalrat Kurt Fluri wie angegossen sitzt?

Wie auch immer. Auf jeden Fall soll jetzt keiner damit kommen, solche Fragen könnte man sich ja auch in Zusammenhang mit dem ZeitZentrum in Grenchen stellen, wo der Kanton ebenfalls Lehrstellen für den «Eigenbedarf» als Uhrmacherin oder Uhrmacher anbietet. Das ist nun wirklich etwas komplett anderes. Was zum Schluss führt: Wenn wir in diesen Zeiten etwas brauchen, dann ganz bestimmt Staatsangestellte, die wissen, was die Stunde geschlagen hat.

urs.moser@chmedia.ch