Krass politique
Was möchten die Wähler von den Politikern wissen?

Die Wahrheit ist ernüchternd, wie Google zeigt.

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Twitter und Facebook sind auch bei unseren Politikern beliebt. (Symbolbild)

Twitter und Facebook sind auch bei unseren Politikern beliebt. (Symbolbild)

Patric Sandri

Was möchten die Wähler von den Politikern wissen? Wie sie die Zukunft gestalten möchten? Die Wahrheit ist ernüchternd, wie Google zeigt.

Gerade einmal einige Monate ist der Solothurner CVP-Ständerat Pirmin Bischof verheiratet. Doch das Thema beherrscht schon die automatische Google-Suchvorschläge: «Pirmin Bischof Heirat, Hochzeit, verheiratet, Ehefrau, Vater ...» steht dort. Gerade einmal zwei Begriffe drehen sich nicht ums Private: Anwalt und 079 steht noch da.

Bittere Pille für SP-Nationalrat Philipp Hadorn. Als ob es nicht genügte, dass er an Krücken geht, musste er sich an der SP-Jubiläumsfeier auch noch dumme Sprüche anhören. Ob er beim Anbringen seiner Plakate gestürzt sei, wurde Hadorn gefragt, der als einziger vor dem 6. September seine Wahlwerbung aufgehängt hatte. «Nein», so Hadorn not amused.

Es ist nicht wirklich eine Überraschung: In Sachen Facebook und Co. belegt CVP-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt den 8. Platz unter den Eidgenössischen Räten. Seine sogenannte «Klout-Zahl» betrage 52.41, hat der «Blick» herausgefunden. Damit lässt der Herbetswiler die anderen Solothurner – Bischof (43.46), Hadorn (40.67), Zanetti (38.55) und Heim (38.51) – meilenweit hinter sich zurück. Ganz zu schweigen von den Nationalräten Borer, Fluri, Schläfli und Wobmann: Ihre «Klout-Zahl» ist eine blanke ... Null Allerdings, geschätzter Herr Müller-Altermatt: Diesbezüglich wäre manchmal auch bei Ihnen weniger mehr.

Andere mögen Twittern: Kurt Fluris Botschaften kommen – zumindest im Parlament – auch sonst an. Seine Parlamentskollegen haben den Solothurner FDP-Nationalrat im «Blick»-Rating zu einem der besten Redner (Platz 3) im Parlament gekürt. Ständerat Pirmin Bischof schaffte es als guter Stadtsolothurner natürlich auf Platz 11. Übrigens: SP-Ständerat Roberto Zanetti tauchte weder in der einen noch anderen Liste prominent auf. Dafür war er diese Woche gross im Regionaljournal zu hören. Zanetti ging mit dem Redaktor in die Beiz: Lieber Zwitschern statt Twittern. (lfh/ums)

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