Kommentar
Warten auf den nächsten Spielzug

Die Biberister SP wartet mit der Nomination für das Gemeindepräsidium bis zum 16. März.

Rahel Meier
Rahel Meier
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Die Kandidaten (von links): Marc Rubattel, Gemeindepräsidiumskandidat Simon Bürki, Beat Affolter, Stephan Hug, Tobias Weiss, Ueli Sterchi, Marcel Wiesendanger, Gemeindepräsidiumskandidat Stefan Hug und Eric Send.

Die Kandidaten (von links): Marc Rubattel, Gemeindepräsidiumskandidat Simon Bürki, Beat Affolter, Stephan Hug, Tobias Weiss, Ueli Sterchi, Marcel Wiesendanger, Gemeindepräsidiumskandidat Stefan Hug und Eric Send.

Cagatay Blaser

Die SP Biberist hat es in der Hand, bei den Wahlen im Mai nicht nur die Anzahl ihrer Sitze im Gemeinderat auszubauen, sondern auch das Gemeindepräsidium zu erobern. Mit Simon Bürki und Stefan Hug haben die Genossen zwei solide und valable Kandidaten in ihren Reihen. Die bürgerlichen Parteien hingegen tun sich eher schwer und haben es in den letzten vier Jahren verpasst, eine Persönlichkeit aufzubauen, die das Erbe von Martin Blaser antreten könnte.

CVP, FDP und SVP sind nun gefordert, eine Kandidatin, einen Kandidaten, oder mehrere, zu präsentieren. Die SP ist zwar die stärkste Partei im Biberister Gemeinderat, aber die Bürgerlichen haben – wenn sie sich einig sind – immer noch eine klare Mehrheit. Sollten sie sich allerdings nicht zu einer gemeinsamen Strategie und Kandidatur zusammenraufen können, dann stehen die Chancen für einen Wechsel gut. Denn Simon Bürki und Stefan Hug können durchaus auch Stimmen ausserhalb der SP-Wählerschaft holen.

Dass sich die SP-Parteibasis an der Nominationsversammlung nicht zwischen Bürki und Hug entscheiden konnte, kann von aussen als Zeichen der Schwäche gewertet werden. Es hat für die Sozialdemokraten aber durchaus positive Folgen.

Das Verschieben der Nomination auf Mitte März bringt die SP nämlich in eine ausgezeichnete Position: Wie beim Mühlestein hat die Partei nun «Figgi und Mühli»: In einer Position der Stärke kann sie den nächsten Spielzug der Bürgerlichen abwarten und wenn nötig die eigene Strategie anpassen. Die SP könnte sogar das Experiment wagen, in einem ersten Wahlgang mit zwei Kandidaten anzutreten.

rahel.meier@azmedien.ch