Kommentar
Top5-Kritik ist Schmelzkäse

Nein-Komitee zur Fusion Top5 von Solothurn mit vier Landgemeinden startete seine Kampagne.

Urs Byland
Urs Byland
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Nein-Komitee zur Fusion Top5 von Solothurn mit vier Landgemeinden startete seine Kampagne. (Symbolbild)

Nein-Komitee zur Fusion Top5 von Solothurn mit vier Landgemeinden startete seine Kampagne. (Symbolbild)

Hanspeter Bärtschi

Gut abgerundet schmeckt die Kritik des Top5-Nein-Komitees wie Schmelzkäse. Sie findet viele Anhänger. Der Auftritt des Nein-Komitees war etwas blutleer, dafür routiniert und gut vorbereitet.

Diverse Argumente konnte man bereits Anfang Jahr eins zu eins nachlesen in Medien, die bisherige Fusionen in der Schweiz bilanzierten und dabei Negatives und Positives fanden.

Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Fusion von vielen Seiten angegriffen werden kann: Verlust der dörflichen Einheit, Anonymität, Demokratieabbau, längere Wege und, und, und. Kritikpunkte, mit denen oft auch die heutige Gesellschaft beschrieben wird. Wie soll man auf solche Herausforderungen reagieren?

Obwohl gerade vor der Haustüre mit Solothurn West ein Quartier zeigt, wie viel Positives möglich ist, wenn Menschen gemeinsam etwas verändern wollen, haben die Fusionsgegner leichtes Spiel. Sie sind nicht einfach Ewiggestrige. Auch sie finden im informellen Gespräch, was zusammenwächst, soll zusammengehen.

Namen fallen wie Feldbrunnen, Langendorf, Bellach und Zuchwil. Die meisten dieser Dörfer haben sich aber schon lange aus dem Fusionsrennen verabschiedet. Luterbach, Derendingen und Biberist ergeben zusammen mit Zuchwil und Solothurn zwar planerisch eine tolle Einheit. Aber in den Köpfen der Bewohner der Landgemeinden hat eine Stadt zu viele Variablen.

Die Kritiker müssen nicht Emotionen schüren. Es genügt, wenn sie ein paar Kritikpunkte hervorkramen und diese solide vertreten. Die Würze für den schmackhaften Käse müssen die Befürworter liefern. urs.byland@azmedien.ch

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