Medien
SZ-Journalisten gewinnen Preise: Das freut uns

Die rasanten Veränderungen der Medienlandschaft haben auch Auswirkungen auf den Journalismus. Nicht zuletzt im Regional- und Lokalbereich.

Theodor Eckert
Theodor Eckert
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Die Preisträger der Solothurner Zeitung: Fotograf Hanspeter Bärtschi (links) und Redaktor Lucien Fluri.

Die Preisträger der Solothurner Zeitung: Fotograf Hanspeter Bärtschi (links) und Redaktor Lucien Fluri.

AZ

Nach Konzentrationen bei den Tageszeitungen wird zuweilen die Machtfülle der resistenten Medienhäuser beklagt. Dabei geht leicht vergessen, dass mit all den Gratistiteln, Anzeigern, Onlineportalen, elektronischen Medien sowie den omnipräsenten sozialen Netzen eine bisher nie gekannte Informationsflut- und -vielfalt einhergeht. Kommt hinzu, dass etliche Medien schneller berichten können als die traditionellen Pressetitel.

Für die Journalisten der Printtitel bedeutet dies, Konzentration auf eigene, möglichst exklusive Geschichten. Also Recherchen, Hintergründe sowie Analysen. Im Alltag kann dies auch schon mal bedeuten, dass die Einweihung eines neuen Feuerwehrautos hintenanstehen muss. Aber Hand aufs Herz, sind Sie noch bereit, für frei zugängliche oder gar vorgekaute Informationen etwas zu bezahlen?

Solothurner Zeitung und Grenchner Tagblatt tragen den neuen Gegebenheiten Rechnung. Ohne die Nähe im Verbreitungsgebiet vermissen zu lassen, sollen Redaktorinnen und Redaktoren mit der nötigen Distanz das regionale Geschehen in seiner ganzen Breite erfassen. Das schliesst mit ein, dass Finger auf wunde Punkte gelegt, dass Missstände aufgedeckt und benannt werden. Längst nicht immer zur Freude der Betroffenen.

Umso mehr zu schätzen wissen es dagegen die Leserinnen und Leser. Und ganz offensichtlich auch neutrale Juroren. Am Montag wurden unsere beiden Redaktionsmitglieder Lucien Fluri und Hanspeter Bärtschi mit dem Medienpreis 2015 der Kantone Aargau/Solothurn ausgezeichnet. Das macht Freunde und ist eine Ermunterung, auf dem eingeschlagenen, nicht immer bequemen Weg fortzufahren.