Krone
Solothurness

Über das Glück einer Region, im richtigen Moment den wichtigen Mann hinter sich zu haben.

Wolfgang Wagmann
Wolfgang Wagmann
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Stand der Bauarbeiten in der «Krone» im Oktober 2015 Raum im Parterre
16 Bilder
Im Foyer werden Baumaschinen zwischengelagert
Der Treppenaufgang
Und hoch gehts in den ersten Stock
Hier darf niemand durch
Grosser Raum im 1. Stock dient als Holz-Zwischenlager.
Im ersten Stock steht noch eine Küche im Raum
Überall hängen Fotos an den Wänden, wie es früher in der «Krone» ausgesehen hat.
Auf der Treppe in den zweiten Stock liegt noch der Teppich - einzelne Teile fehlen
Der Blick ins Licht
Kabel an der Decke
Kleiner Wagen für Material steht im Gang
Der Kran transportiert eine Mulde
Er führt den Kran

Stand der Bauarbeiten in der «Krone» im Oktober 2015 Raum im Parterre

Lea Durrer

Verstört reagierten einige Leute, als Stadt und Kanton 2012 das altehrwürdige Hotel Krone in der Solothurner Altstadt erwarben. Und damit wohl vor dem sicheren Untergang bewahrten. Denn Investoren, die im Haus nur eine schicke Boutiquen-Meile gesehen hätten, die gibt es immer.

Braucht Solothurn aber nicht unbedingt. Dass aber das Hotel eines bleiben darf und dessen grosse Geschichte weitergeschrieben wird, das brauchte ein spezielles Konstrukt. Mit einem Baurechtsnehmer, der die Bedingung, einen nicht besonders renditeträchtigen Hotel- und Restaurationsbetrieb zuzulassen, auch akzeptierte.

Der Solothurner Markus Graf bot – wie schon bei den Vorzeigeprojekten der Seminarmeile und Perron 1 – Hand für den 20-Mio-Umbau der «Krone».

Als Stiftungsratspräsident der Swiss Prime Anlagestiftung hat nun Graf erneut zugegriffen, als der bisherige Baurechtsnehmer, der Immobilienfonds der Credit Suisse, im Zug der strategischen Neuausrichtung der Grossbank die Lust auf die «Krone» verloren hatte.

Nicht auszudenken, wenn beispielsweise ein Baustopp verfügt worden wäre, bis ein neuer Investor gefunden ist. Den hat Solothurn nun mit der Swiss Prime Anlagestiftung gefunden. So ist dafür gesorgt, dass das ambitiöse Umbau-Projekt im Herzen der Altstadt wie begonnen auch durchgezogen wird.

Nach dem zweijährigen Stillstand wegen eines langwierigen Einspracheverfahrens besonders wichtig.

Doch naht für Markus Graf, den solothurn-affinen Verfechter von hiesigen Projekten das Pensionierungsalter.

Womit mittelfristig wieder die Gefahr wächst, dass die Region Solothurn aus der Zürcher oder Oltner Perspektive nur mehr als «Terra inkognita», eine unbekannte Welt, wahrgenommen wird. @ wolfgang.wagmann@azmedien.ch

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