Ypsomed
Solothurn meldet sich zurück

Ypsomed eröffnet in Solothurn eine neue Fabrik.

Franz Schaible
Franz Schaible
Drucken
Teilen
Carsten Gansert (Ypsomed), Tony Ackermann (Ypsomed), RR Esther Gassler, Simon Michel (CEO Ypsomed), Ulrike Bauer (Ypsomed), Dav

Carsten Gansert (Ypsomed), Tony Ackermann (Ypsomed), RR Esther Gassler, Simon Michel (CEO Ypsomed), Ulrike Bauer (Ypsomed), Dav

Hanspeter Bärtschi

Das ist ein guter Start ins neue Solothurner Wirtschaftsjahr. Zwar wurde der Ausbau der Produktion im Werk Solothurn der Ypsomed schon Ende 2015 angekündigt. Doch nun sind den Worten auch Taten gefolgt. Der Burgdorfer Medtechkonzern hat die erweiterte Fertigung gestern offiziell eröffnet und viele neue Arbeitsplätze wurden und werden geschaffen.

Ebenfalls gestern gab eine junge Medizinaltechnikfirma einen Ausbau bekannt. Sensile Medical zügelt von Hägendorf in grössere Räumlichkeiten in Olten und will den Personalbestand deutlich aufstocken. Und auch das Grossprojekt Biogen in Luterbach ist auf Kurs. Monatlich werden 15 bis 20 Mitarbeitende eingestellt, ab 2019 sollen es rund 400 neue Arbeitsplätze sein.

Eine Gemeinsamkeit verbindet die drei Projekte. Es sind allesamt Investitionen in zukunftsträchtige Branchen. Wertschöpfung und hochwertige Arbeitsplätze werden im Kanton Solothurn aufgebaut. Es ist der Beweis dafür, dass der Strukturwandel funktioniert und dass der Werk- und Denkplatz Solothurn so schlecht nicht sein kann. Nicht zu vergessen sind all jene ansässigen Firmen der Präzisionsindustrie, welche sich in einem äusserst schwierigen Umfeld bislang behaupten können. Auch hier ebnen Investitionen in eine noch innovativere Fertigung und Produktepipeline den Weg.

Das ist nach den Hiobsbotschaften über Fabrikschliessungen und Massenentlassungen Balsam auf die Wunden. Auch wenn Rückschläge nicht zu vermeiden sind: Der Werkplatz Solothurn meldet sich zurück.

Franz.schaible@azmedien.ch