Kein grosser Aufwand
Solidarisch sein und für Blutstammzellspende registrieren

Die Blutstammzellspende ist noch kein breites Thema, obwohl seine Relevanz unumstritten ist.

Marina Stalder
Marina Stalder
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Nur wenige spenden Blutstammzellen.

Nur wenige spenden Blutstammzellen.

zvg

Bis heute kann nicht vollends geklärt werden, wieso jemand an Leukämie erkrankt – es kann am Ende jeden treffen. Würden wir uns dann nicht wünschen, dass es hilfsbereite Menschen auf der Welt gäbe, die dazu bereit wären, Blutstammzellen zu spenden und damit vielleicht unser eigenes Leben retten?

Viel Aufwand ist es wahrlich nicht – man füllt bei Swiss Blood Stem Cells (SBSC) online einen Fragebogen aus, befeuchtet die Wattestäbchen und schickt sie wieder ein. Viel grösser ist aber die Wirkung, die dadurch erzielt wird. Je mehr Menschen sich registrieren lassen, desto höher die Chance, einen potenziellen Blutstammzellspender zu finden.

Auch die Spende selber geht schnell und praktisch schmerzlos vonstatten. Und trotzdem ist die weltweite Datenbank bei weitem nicht erschöpft. Wenn wir schon die Möglichkeit besitzen, schwerkranken Menschen effizient zu helfen, wieso tun wir das denn nicht? Liegt es an der fehlenden Solidarität in der Gesellschaft?

Einerseits haben viele Leute in der Schweiz noch nie von der Blutstammzellspende gehört oder sich darüber informiert. Andererseits haben viele auch einfach Angst vor einem schmerzhaften Eingriff im Falle einer Spende. Deshalb sind Aktionen wie der Tag der Tat wichtig, um die Bevölkerung aufzuklären. Auch darüber, dass eine Spende keine grossen Eingriffe erfordert. Ebenso ist es wichtig, zu wissen, dass man als potenzieller Spender nur selten infrage kommt – waren es 2014 doch gerade mal 34 Schweizer(innen), die Blutstammzellen spenden konnten. Und doch könnte man, für den seltenen Fall, dass man doch als Spender angefragt wird, einfach mal solidarisch sein und helfen.