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Rebekka Balzarini
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Die Maske hat auch ihre Vorteile - schliesslich bleiben einem so etliche Bemerkungen anderer Menschen bezüglich der eigenen Mimik erspart.

Die Maske hat auch ihre Vorteile - schliesslich bleiben einem so etliche Bemerkungen anderer Menschen bezüglich der eigenen Mimik erspart.

Gian Ehrenzeller/Keystone

Masken, Masken überall: In der Schule, im Bus, am Bahnhof. Seit dem Frühling begleiten sie uns, und sie werden es noch eine Weile tun. Ich gebe zu, dass ich die Masken am Anfang etwas nervig fand. Mittlerweile habe ich mich aber damit angefreundet. Zum einen, weil ich mir eine Stoffmaske gekauft habe, die farblich zu den meisten meiner Outfits passt. Wie Sie das handhaben ist mir einerlei, aber mir ist das wichtig.

Zum anderen haben Masken für mich noch einen viel wichtigeren Vorteil: Ich werde zumindest im Zug von wildfremden Menschen, meistens sind es übrigens Männer, verschont, die mir anraten, ich solle doch bitteschön lächeln.

Wieso schauen Sie denn so ernst?, werde ich zum Beispiel gefragt. Tja, mein Lieber, das liegt daran, dass ich in diesem Zugabteil sitze um von Solothurn nach Bern zu gelangen. Und nicht, um zu lachen. Oder dass ich mich einfach nur auf mein Buch konzentrieren will, und zwar mit dem Gesicht, das mir gerade passt.

Für alle, die gerne an meiner Mimik rumnörgeln, habe ich jetzt aber eine Lösung parat: Die Tochter einer Freundin hat mir eine Maske gebastelt, eine mit einem lachenden Mund. Ich stecke sie vorsichtshalber in die Tasche.

rebekka.balzarini@chmedia.ch

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