Persönlich
Shi... Shipping

Noëlle Karpf
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Auch regionale Anbieter verschicken ihre Waren per Post. (Symbolbild)

Auch regionale Anbieter verschicken ihre Waren per Post. (Symbolbild)

Chris Iseli / CH Media

Das unterstützen wir: Alles aus der Region. Wir kaufen saisonal, regional ein; bestellen bei Schweizer Firmen oder Solothurner Läden mit (Krisen-)Webshop; überweisen Geld an Unternehmen, auch wenn wir erst nach der Krise wieder von ihrem Angebot profitieren dürfen. Ganz euphorisch haben wir deshalb auch die Bestellung bei einem neuen Unternehmen in der Region aufgegeben. Und auch gleich noch die Kolleginnen ins Boot geholt. Beim Begriff «Shipping» etwas gestutzt. Aber wahrscheinlich heisst das heutzutage einfach so.

Jetzt warten wir auf das Päckli. Voller Vorfreude. Netterweise werden wir auch informiert, dass es etwas länger geht. Klar – es läuft überall rund. Auch in Osteuropa. Hä? Dort wird das Ganze zum Versand vorbereitet. Zwischen dort und hier liegt zwar kein Meer, aber jetzt macht der Begriff «Shipping» schon mehr Sinn. Shi... Jetzt warten wir auf das Päckli. Mit schlechten Gewissen. Was Arbeitskräfte im Ausland wohl verdienen? Wie viele Überstunden leisten die Päckli hievenden Mitarbeitenden bei der Post? Was stellt das von uns verursachte Shipping mit der Umwelt an?

Was wir uns beim Warten sagen, um nicht total ins Loch zu fallen: Die Idee für die Bestellung kommt aus der Region. Und das unterstützen wir ja.

noelle.karpf@chmedia.ch