Persönlich
Na dann Prost – oder eben nicht

Urs Moser
Urs Moser
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Immer noch kein Feierabendbier in der Beiz.

Immer noch kein Feierabendbier in der Beiz.

Andrea Stalder

Ärzte und Blaukreuzvertreter bitte weiterlesen und Belehrungen zum Risikotrinken sein lassen. Ja, ich liebe das Feierabendbier und ja, ich vermisse es sehr. Darum hat mich der Bundesratsentscheid von letzter Woche zu den Nicht-Lockerungen noch mindestens einen Monat lang hässig gemacht, auch wenn er natürlich zu erwarten war. Weiterhin kein Feierabendbier, noch mindestens bis zum 14.April, wie soll man das aushalten?

Ein Facebook-Post brachte mich darum im ersten Moment auf die Palme, dann aber wieder zur Räson. «Bravo», hiess es da an die Adresse des Bundesrats. Es sei gut, dass er «der Zwängerei gewisser Kreise nicht nachgegeben hat». Und eine vollständige Öffnung von Beizen und anderen Einrichtungen wäre angesichts steigender Fallzahlen «einfach absurd, dumm und gefährlich» gewesen.

Absurd, dumm und gefährlich: Bei so einer Standpauke geht man dann doch etwas in sich und kommt sich mit seiner egoistischen Quengelei wegen dem Feierabendbier etwas peinlich vor, wo doch die dritte Welle vor der Tür und damit wirklich Wichtigeres auf dem Spiel steht. Erst recht, wenn das Donnerwetter nicht etwa vom blauen Kreuz kommt, sondern von der möglichen Präsidentin des Gewerbeverbands in spe.