Persönlich
Die Qual der Wahl

Das Wahlmaterial ist eingetroffen. Keine leichte Aufgabe, aus den vielen Kandidaturen seine persönlichen Favoriten zu küren.

Urs Moser
Urs Moser
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Insgesamt 583 Kantonsratskandidatinnen und-kandidaten buhlen um die Gunst der Wähler

Insgesamt 583 Kantonsratskandidatinnen und-kandidaten buhlen um die Gunst der Wähler

Bruno Kissling

Es ist wieder einmal so weit. Die Unterlagen sind da, wir haben die Qual der Wahl. Was mich als in der grössten Amtei Stimmberechtigten betrifft: die Auswahl aus 190 Kandidatinnen und Kandidaten für 29 Sitze im Kantonsrat. Keine leichte Aufgabe.

Ich werde es mal völlig parteiungebunden versuchen und mich einfach davon leiten lassen, wer mich mit seinen knappen Informationen zu Beruf, Familie, Politik und Freizeit in den Wahlprospekten ganz spontan anspricht.

Also der «Senior Information Security Manager» sagt mir jetzt nicht grad viel. Keine Ahnung, ob wir so etwas im Parlament brauchen. Gut, das gilt auch für den «Baumaschinenbegleiter», aber das klingt wenigstens lustig. Ich kenne Kranführer und Baggerfahrer, den Alltag eines Begleiters stelle ich mir irgendwie recht gemütlich vor. Positive Ausstrahlung vermittelt natürlich die Dame mit Zivilstand «verliebt und vergeben». Fast etwas schade, aber ich will die Leute ja wählen und nicht anbaggern, schon gar nicht den SVP-Mann in eingetragener Partnerschaft.

Ich beginne zu zweifeln, ob ich meine Liste so voll kriege. Den Präsidenten der Rosenfreunde werde ich wohl kumulieren müssen, denn eines steht fest: Der «leidenschaftliche Alkoholverweigerer» ist für mich nun einmal nicht wählbar.

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