Persönlich
Bestäubung der anderen Art

Balz Bruder
Balz Bruder
Drucken
Teilen
Saharastaub macht den Himmel milchig.

Saharastaub macht den Himmel milchig.

Anthony Anex / KEYSTONE

Es ist nicht zum Besten bestellt um die Biodiversität. Das ist amtlich. Zum Beispiel: Es gibt nicht zu wenig Bienenvölker in der Schweiz, die segensreich ausschwärmen. Auch wenn sie von Krankheiten bedroht sind. Aber das Nahrungsangebot ist zu klein. Und es ist zu wenig vielfältig. Mit allen Folgen fehlender Bestäubung für Mensch und Tier.

Nun, ein wissenschaftlicher Exkurs soll dies nicht werden. Aber jüngst sind mir die Bienen und der Staub gedanklich und physisch gleichzeitig in die Nase gestochen. Keine Angst, kein Stachel hat sich an mein Riechorgan gemacht, nein, vielmehr der Saharastaub schien meine Nasenschleimhaut zu reizen. Und zwar bei der Lektüre der Wettervorhersage.

Haben Sie es auch gesehen? Der Himmel ist in diesen herrlichen Tagen etwas milchig. Aber nicht nur dies: Er ist auch etwas rötlich zuweilen. Das macht der Staubeintrag aus dem afrikanischen Kontinent. Die Partikel, die durch den Föhn über das Mittelmeer zu uns getragen werden, färben den Morgenhimmel auf eine ganz besondere Art ein. Und lassen die Sehnsucht nach der Rückkehr der Zugvögel aufsteigen. Jedenfalls jener, die es nicht vorzogen, im Zeichen des Klimawandels den Winter hier zu verbringen. Auf den Kopf gefallen sind die Vögel ja bekanntlich nicht.

balz.bruder@chmedia.ch

Aktuelle Nachrichten