Leberberger Instrumentalisten
Orchester hat sich der kulturellen Realität gestellt

Die Gründe, warum die Leberberger Instrumentalisten aufgelöst wurden, sind nachvollziehbar. Leider! Ein Kommentar.

Fränzi Zwahlen-Saner
Fränzi Zwahlen-Saner
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Die Leberberger Instrumentalisten 2005.

Die Leberberger Instrumentalisten 2005.

Manuela Jäggi- Wyss

Traurig, diese Meldung, dass die Leberberger Instrumentalisten nach 40-jährigem Bestehen vor kurzem ihre Auflösung beschlossen haben – beschliessen mussten. Mit nur noch rund vier Mitgliedern, welche die Vereinsstatuten erfüllen, weil es Amateur-Musiker aus der Region sind, kann man wahrlich kein Orchester mehr auf die Beine stellen. Zu viele Zuzüger mussten während der vergangenen Jahre immer wieder für die künstlerisch ambitionierten Konzerte aufgeboten werden. Denn nur solche sorgten auch für angemessenen Zuspruch beim Publikum.

Zu umständlich wurde es für die Verantwortlichen, immer wieder auf die Suche nach geeigneten Musikern zu gehen, zu unbeständig die Arbeit für einen Dirigenten mit einem solchen zusammengewürfelten Klangkörper. Es ist verständlich, wenn der Vorstand der Leberberger nun beschlossen hat, dem Ganzen ein Ende zu setzen. Auch wenn dies für die Region ein grosser kultureller Verlust ist.

Künftig kleinere, bestehende Orchester zu engagieren, welche das entsprechende Repertoire beherrschen, deren Besetzungen und Kosten klar ersichtlich sind, ist sicher vernünftig und für die Zukunft richtig.

Dass hingegen der Chor der Leberberger, der sich neu «Leberberger Konzertchor» nennt, über die Mitgliederzahlen keine Sorgen machen muss, spricht für sich. Singen ist ein Fach, das man mit einigen Stunden Stimmbildung gut erlernen kann. Hingegen klassische Musik in einem Orchester zu spielen, ist schwieriger und hätte wohl eine Nachwuchsförderung vorausgesetzt, die man bereits vor vielen Jahren intensiv hätte forcieren müssen.